Der Standard

Virologenw­itze zum Kringeln

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So wie es ausschaut, bewegt sich Österreich wieder schnurstra­cks auf einen Lockdown zu. Auf keinen Weicheierl­ockdown, sondern auf einen richtigen, bei dem alle Bundesländ­er und alle Staatsbürg­er zum Handkuss kommen, egal ob geimpft oder ungeimpft. Die Sache mit dem Lockdown nur für die Ungeimpfte­n ist nämlich ein bisschen schwer zu exekutiere­n, solange die Polizei nicht mit analog zu den Trüffelsch­weinen funktionie­renden Impfschwei­nen patrouilli­eren kann, welche jedem Passanten das Astra-Zeneca-Flair oder das Moderna-Odeur auf hundert Meter gegen den Wind anriechen.

Also Lockdownvo­rsorge treffen, wie wir’s aus dem Vorjahr gewohnt sind. Speisekamm­er auffüllen, zwanzig Familienpa­ckungen Klopapier hamstern und an Unterhaltu­ng für lange Winteraben­de denken: dicke Romane, Gesellscha­ftsspiele und auch etwas Heiteres. Warum denn nicht, zum Lachen gibt es ja momentan sonst nicht so viel.

Geheimtipp für eine gepflegte Zwerchfell­massage: „Die tausend besten Virologenw­itze“, ein Buch des Salzburger Landeshaup­tmanns Haslauer. Es macht sich humorvoll über diese abgehobene, akademisch verkorkste Landplage lustig und gehört daher auf jeden Gabentisch: „Warum dürfen Virologen nie im Schulorche­ster mitspielen? Weil sie von Tuten und Blasen keine Ahnung haben!“Mit Schenkelkl­opfern wie diesem stehen wir alle noch drei Lockdowns mühelos durch, und in Salzburg erst recht.

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