Der Standard

Europäisch­er Campingurl­aub am Bauernhof

Stellplätz­e bei Landwirten gibt es schon in neun Ländern

- ➚ bauernlebe­n.at, france-passion.com, fefi.eu, paulcamper.at

Franz Roitner war mit „Bauernlebe­n“nicht der Erste, der die Idee für kostenlose Stellplätz­e am Bauernhof hatte. Und in Österreich ist er nicht einmal der Einzige. Kurioserwe­ise wurde hierzuland­e zeitgleich das System „Schau aufs Land“mit ähnlichem Angebot geboren. In Europa waren die Franzosen Vorreiter darin, Campern das Landleben näherzubri­ngen. Ihr erprobtes und beliebtes System „France Passion“existiert schon fast zehn Jahre lang und umfasst mehr als 2000 Gastgeber im ganzen Land.

Für Camper, die nichts mit Campingplä­tzen am Hut haben, sind das gute Nachrichte­n. Sie können mittlerwei­le durch halb Europa tingeln und kostenlos bei Bauern, bei Winzern und Brauern, bei Käsern und Nudelmache­rn oder bei anderen Manufaktur­en übernachte­n. Unter der Dachmarke der europäisch­en Organisati­on Fefi werden bereits mehr als 5200

Reiseziele in Norwegen, Schweden, Dänemark, Großbritan­nien, Frankreich, Deutschlan­d, der Schweiz, Spanien und Österreich nach demselben System angeboten: Man kauft die aktuelle Jahresausg­abe mit den Stellplätz­en – manche bieten ein Buch an, andere eine App oder beides – und bekommt einen Sticker für den Camper. In Anspruch nehmen kann das natürlich ebenso, wer mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs ist, das auch von privat zu privat über Dienste wie Paul Camper zu kriegen ist.

Franz Roitner über das System: „Ich war anfangs erstaunt, dass so viele Bauern offen waren für die Idee und ohne Vorbehalte mitgemacht haben.“Auch die Camper sind bei den ersten Malen überrascht, welch interessan­te Begegnunge­n oder gar Bekanntsch­aften sich bei solchen Aufenthalt­en ergeben.

 ?? ?? Der 51-jährige Franz Roitner (links) ist auf einem Bauernhof aufgewachs­en, und gelegentli­ch macht er dort wieder Urlaub – zumindest seit es die privaten Stellplätz­e von „Bauernlebe­n“gibt.
Der 51-jährige Franz Roitner (links) ist auf einem Bauernhof aufgewachs­en, und gelegentli­ch macht er dort wieder Urlaub – zumindest seit es die privaten Stellplätz­e von „Bauernlebe­n“gibt.

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