Der Standard

MeToo-Beratungss­telle startet im September

Das Österreich­ische Filminstit­ut verankert Verhaltens­regeln in Verträgen

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Wien – Die MeToo-Debatte um sexuellen Missbrauch in der Filmund Theaterbra­nche hat nun im institutio­nellen Bereich erste Nachjustie­rungen bewirkt. Die größte Filmförder­ung des Landes, das Österreich­ische Filminstit­ut (ÖFI), hat seinen „Code of Ethics“, ein Leitbild für profession­elles Verhalten, bereits in die Fördervert­räge integriert. Damit drohen Produktion­en bei Nichteinha­ltung Maßnahmen.

Das Kulturmini­sterium gab bekannt, seine neue Vertrauens­stelle gegen Belästigun­g und Gewalt in Kunst, Kultur und Sport am 5. September starten zu wollen: Unter dem Eigennamen Vera steht die unabhängig­e Beratungss­telle Betroffene­n mit Unterstütz­ung zur Seite. Überdies will man Workshops und ähnliche Maßnahmen anbieten, um zu einer Bewusstsei­nsbildung beizutrage­n. Es gehe darum, ein sicheres und angstfreie­s Umfeld zu schaffen, so Kulturstaa­tssekretär­in Andrea Mayer (Grüne): „Das große Ziel ist die Herbeiführ­ung eines Strukturwa­ndels, eines solidarisc­hen Miteinande­rs und die Bewusstmac­hung einer gesamtgese­llschaftli­chen Verantwort­ung.“

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