Wo spricht man wie?

Re­chen

Deutsch Perfekt - - Atlas Der Alltagssprache -

Ha­ben Sie ei­nen Gar­ten? Ste­hen viel­leicht Bäu­me dar­in? Wenn ja, dann soll­ten Sie jetzt be­son­ders gut auf­pas­sen. Denn spe­zi­ell im Herbst kann die­ses Wort wich­tig wer­den: der Re­chen.

Das Werk­zeug hat ei­nen lan­gen Sti­el mit ei­nem Bal­ken an ei­nem En­de. Die­ser Bal­ken ist meis­tens aus Holz oder Me­tall, manch­mal auch aus Plas­tik. Er ist kon­stru­iert wie ei­ne gi­gan­ti­sche Ga­bel. Man kann da­mit zum Bei­spiel Blät­ter auf dem Bo­den zu ei­nem klei­nen Berg zu­sam­men­keh­ren. Oder man kann das Ge­gen­teil da­mit tun – näm­lich Ma­te­ri­al auf dem Bo­den ver­tei­len. Für bei­de Ak­tio­nen ist das Verb re­chen kor­rekt. Und jetzt kommt ei­ne gu­te Nach­richt, nicht nur für Gar­ten­fans: Mit dem Na­men für die­ses Werk­zeug ist es ziem­lich ein­fach. Denn es gibt nur ei­ne Va­ri­an­te: die Har­ke – und mit ihr das Verb har­ken.

Zwi­schen den bei­den Na­men läuft durch Deutsch­land ei­ne kla­re Li­nie: Im Sü­den, bis zu den nörd­li­chen Gren­zen von Sach­sen, Thü­rin­gen und Hes­sen, sa­gen die Men­schen Re­chen. Im Nor­den heißt das Ge­rät Har­ke – in­klu­si­ve der Bun­des­län­der Bran­den­burg, Sach­sen-An­halt und Nie­der­sach­sen. Nur im Wes­ten Deutsch­lands ist es ein biss­chen an­ders: In man­chen Tei­len von Nord­rhein-West­fa­len und Rhein­land-Pfalz be­nut­zen die Ein­woh­ner bei­de Va­ri­an­ten.

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