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Deutsch Perfekt - - Die Themen Des Monats -

Seit dem Jahr 1620 stellt die Fa­mi­lie Mark Glo­cken her. Frü­her ist sie für ih­re Ar­beit von ei­nem Ort zum an­de­ren ge­wan­dert. Im­mer ge­nau da­hin, wo je­mand Glo­cken ge­braucht hat. Seit 1840 hat die Fa­mi­lie ei­ne Glo­cken­gie­ße­rei in Brock­scheid (Rhein­land-Pfalz) – bis heu­te. Die Ar­beit ist fast ge­nau­so wie frü­her: ziem­lich kom­pli­ziert. Es dau­ert Mo­na­te, bis ei­ne Glo­cke fer­tig ist. Man muss nur an „Das Lied von der Glo­cke“von Fried­rich Schil­ler den­ken: Das Ge­dicht er­zählt von dem Job in 425 Ver­sen. So müs­sen Glo­cken­gie­ßer zum Bei­spiel für je­de Glo­cke ei­ne Scha­blo­ne her­stel­len. Als Ba­sis für die Glo­cke bau­en die Glo­cken­gie­ßer ei­ne „fal­sche Glo­cke“. Sie ist die Guss­form für die rich­ti­ge Glo­cke. Beim Gie­ßen der rich­ti­gen Glo­cke wird es dann re­li­gi­ös. Oft ist ein Pfar­rer da­bei. Et­was Hil­fe „von oben“ist auch nicht schlecht: Das Ar­bei­ten mit 1100 Grad hei­ßem Bron­ze­guss ist al­les, nur nicht un­ge­fähr­lich.

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