Bur­ger mit To­fu

Deutsch Perfekt - - Panorama -

Chris­ti­an Ku­per liebt Tie­re. Er will nicht, dass eins für ihn ster­ben muss. Des­halb lebt er ve­gan. „Es war für mich zu­erst ei­ne ethi­sche Fra­ge“, er­klärt er. „Dann ha­be ich ge­merkt, dass ich mich mit ve­ga­nem Es­sen phy­sisch viel bes­ser füh­le. Auch ex­trem viel Ar­beit ha­be ich lo­cker weg­ge­steckt.“Im­mer mehr Men­schen in Deutsch­land le­ben so wie Ku­per: Es gibt mehr als ei­ne Mil­li­on Ve­ga­ner. Cir­ca acht Mil­lio­nen Men­schen er­näh­ren sich ve­ge­ta­risch. „Für mich war die Zeit da, ei­ne ve­ga­ne Fast-Food-Ket­te in Deutsch­land zu star­ten“, sagt der 37-Jäh­ri­ge. „Nicht nur für Ve­ga­ner oder Ve­ge­ta­ri­er. Son­dern auch für Men­schen, die nor­ma­ler­wei­se Fleisch es­sen.“

Zu­sam­men mit sei­nem Freund To­pi­as Roh­de hat er des­halb Vin­cent Ve­gan ge­grün­det. Der Na­me ist von dem be­kann­ten Film in­spi­riert. „Ich bin ein Fan von Qu­en­tin Ta­ran­ti­no. John Tra­vol­ta spielt in sei­nem Film ei­nen Kil­ler mit dem Na­men Vin­cent Ve­ga“, sagt Ku­per. „Abends im Bett ha­be ich ge­dacht: Noch ein n da­zu und wir ha­ben ei­nen tol­len Na­men, der auch in­ter­na­tio­nal funk­tio­niert.“

Zu­erst wa­ren Ku­per und Roh­de in Food Trucks un­ter­wegs. Letz­tes Jahr im Sep­tem­ber war dann Pre­mie­re für den ers­ten La­den: im zwei­ten Stock der Eu­ro­pa Pas­sa­ge im Zen­trum von Ham­burg. „Vom ers­ten Tag an ha­ben wir vie­le Kun­den ge­habt“, er­zählt Ku­per. Nur cir­ca zehn Pro­zent da­von sind Ve­ga­ner. Die an­de­ren 90 Pro­zent wol­len ein­fach gu­tes Fast Food es­sen. „Vie­le wa­ren vor­her skep­tisch“, er­zählt Ku­per und lacht. „Aber dann wa­ren sie to­tal er­staunt, wie fan­tas­tisch ein Bur­ger mit To­fu schmeckt.“Es gibt nicht nur die­se Ge­rich­te: Auch Pom­mes, Cur­ry­wurst und Ke­bab ste­hen auf der Spei­se­kar­te. Na­tür­lich im­mer in der ve­ga­nen Va­ri­an­te. Ein Jahr nach der Pre­mie­re in der Eu­ro­pa Pas­sa­ge konn­te Vin­cent Ve­gan dann den zwei­ten La­den in Ham­burg auf­ma­chen. Nächs­tes Jahr soll es wei­ter­ge­hen. Ku­per und Roh­de wol­len auch in an­de­re Städ­te ex­pan­die­ren. Nach Ber­lin zum Bei­spiel. Viel­leicht gibt es auch bald im Aus­land ih­re ve­ga­nen Bur­ger. Die Idee hat viel Po­ten­zi­al – und den in­ter­na­tio­na­len Na­men hat die Fas­tFood-Ket­te auch schon.

Pulp Fic­tion Kom­plett ve­gan:Der Bur­ger ist oh­ne Fleisch – und der Kä­se oh­ne Milch.

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