Eu­ro­pä­er, Is­rael und Tür­kei lo­ben An­grif­fe

Die Presse am Sonntag - - Ausland -

»An­ge­mes­se­ne Ant­wort« auf den Ein­satz von Che­mie­waf­fen. Die is­rae­lische Re­ak­ti­on auf die al­li­ier­ten Luft­schlä­ge in Sy­ri­en ließ nicht lan­ge auf sich war­ten. Als ei­nes der ers­ten Län­der lob­te die Re­gie­rung in Jerusalem die An­grif­fe als „Durch­set­zung ei­ner ro­ten Li­nie für den sy­ri­schen Macht­ha­ber Bas­har al-As­sad“. Sie sei­en ein „wich­ti­ges Si­gnal“an den Iran, Sy­ri­en und die His­bol­lah, die Is­rael ge­gen­über feind­lich ge­sinnt sind.

Aus­drück­li­ches Lob kam auch aus der Tür­kei. Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan,˘ ein Geg­ner des As­sad-Re­gimes, be­zeich­ne­te den Ein­satz bei ei­ner Ver­samm­lung sei­ner Re­gie­rungs­par­tei AKP als ei­ne „an­ge­mes­se­ne Ant­wort“der west­li­chen Staa­ten auf die „un­mensch­li­chen An­grif­fe“der sy­ri­schen Ar­mee. Der Ein­satz von Che­mie­waf­fen ge­gen sy­ri­sche Kin­der kön­ne nicht hin­ge­nom­men wer­den.

Auch in der EU stie­ßen die Luft­an­grif­fe meist auf Un­ter­stüt­zung. „Der Mi­li­tär­ein­satz war er­for­der­lich und an­ge­mes­sen, um die Wirk­sam­keit der in­ter­na­tio­na­len Äch­tung des Che­mie­waf­fen­ein­sat­zes zu wah­ren und das sy­ri­sche Re­gime vor wei­te­ren Ver­stö­ßen zu war­nen“, er­klär­te die deut­sche Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel, die ei­ne Be­tei­li­gung Ber­lins an den Luft­schlä­gen schon im Vor­feld ex­pli­zit aus­ge­schlos­sen hat­te. Ei­ne Ent­schei­dung, die 81 Pro­zent der Deut­schen als po­si­tiv be­wer­te­ten.

Zu­stim­mung kam auch von Ös­ter­reichs Bun­des­kanz­ler Se­bas­ti­an Kurz (ÖVP). „Die­ser jüngs­te An­griff mit Che­mie­waf­fen ge­gen die Zi­vil­be­völ­ke­rung war scho­ckie­rend und ist auf das Schärfs­te zu ver­ur­tei­len“, er­klär­te er. An­ge­sichts der Blo­cka­de im Si­cher­heits­rat, wo Sy­ri­ens Ver­bün­de­ter Russ­land über ein Ve­to-Recht ver­fügt, ha­be er Ver­ständ­nis für „die­se be­grenz­te mi­li­tä­ri­sche Ak­ti­on mit dem Ziel, wei­te­re Kriegs­ver­bre­chen mit Che­mie­waf­fen in Sy­ri­en zu ver­hin­dern“. Der Si­cher­heits­rat woll­te am Sams­tag zu ei­ner Son­der­sit­zung zu­sam­men­kom­men.

Mah­nen­de Wor­te fand Chi­na. Ei­ne po­li­ti­sche Ei­ni­gung sei die ein­zi­ge Mög­lich­keit, den Kon­flikt zu lö­sen. Pe­king for­der­te ei­ne un­ab­hän­gi­ge Un­ter­su­chung des Gift­ga­s­ein­sat­zes.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.