ZUR PER­SON

Die Presse am Sonntag - - Österreich -

Michae­la Kard­eis.

Seit Sep­tem­ber 2017 ist die 46-jäh­ri­ge Ju­ris­tin Ge­ne­ral­di­rek­to­rin für die Öf­fent­li­che Si­cher­heit und da­mit die höchs­te Po­li­zis­tin der Re­pu­blik.

Wer­de­gang.

ge­bür­ti­ge Salz­bur­ge­rin, die sich selbst „Gr­üb­le­rin und Pes­si­mis­tin“nennt, be­gann ih­re Kar­rie­re als Ver­wal­tungs­be­am­tin. 2000 wech­sel­te sie ins Ka­bi­nett des In­nen­mi­nis­ters. 2001 wur­de sie Di­rek­to­rin der Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Schwe­chat. 2002 wech­sel­te sie in die Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Wi­en. 2012 wur­de sie Vi­ze­prä­si­den­tin der Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Wi­en. 2017 wech­sel­te sie zu­rück ins In­nen­res­sort.

Und sonst?

Die

In ih­rer Frei­zeit spielt die Spit­zen­be­am­tin gern mit ih­rem Mann auf der Play­sta­ti­on. Was sie noch mag: Ge­sell­schafts­spie­le – und Ka­rao­ke. zer­ti­fi­kat gibt, ist die­ser Mensch nicht rück­führ­bar. Da ha­ben wir ei­ne Lü­cke. Um die­se durch le­gis­ti­sche Maß­nah­men zu schlie­ßen, hat der In­nen­mi­nis­ter ei­ne Ar­beits­grup­pe ein­ge­rich­tet. Beim Ne­s­troy­platz-Tä­ter gab es of­fen­bar kei­ne Schub­haft­grün­de . . . . . . und oh­ne Schub­haft­vor­aus­set­zun­gen ha­ben wir der­zeit kei­ne Mög­lich­keit, ei­nen sol­chen Men­schen in Haft zu neh­men. Ge­nau die­se Lü­cke soll ge­schlos­sen wer­den. Wel­che Si­cher­heits­maß­nah­men wer­den im Hin­blick auf die EU-Prä­si­dent­schaft Ös­ter­reichs im zwei­ten Halb­jahr 2018 ge­trof­fen? Es wird vie­le Kon­fe­ren­zen ge­ben, die zu die­sen Kon­fe­ren­zen an­rei­sen­den Po­li­ti­ker sind teil­wei­se ge­fähr­det. Al­so ist Per­so­nen­schutz und Ob­jekt­schutz lo­gisch. Eben­so lo­gisch sind mehr Po­li­zei­prä­senz und Sperr­zo­nen. Es wird ei­ne en­ge Ko­ope­ra­ti­on zwischen Po­li­zei und Bun­des­heer ge­ben. Luf­t­raum­sper­ren bei man­chen Kon­fe­ren­zen sind durch­aus wahr­schein­lich. Auch Droh­nen­ab­wehr ist ein The­ma. Eben­so wie der Ein­satz von Droh­nen. Po­li­zei­droh­nen? Ja, wir wer­den bis Jah­res­mit­te ei­nen Pro­be­be­trieb schaf­fen. Wir wer­den da­für Droh­nen be­schaf­fen. Und der Pro­be­be­trieb mün­det wäh­rend der EU-Prä­si­dent­schaft in den Echt­be­trieb? So ist es. Droh­nen kön­nen La­ge­bil­der aus der Luft lie­fern. Wie wer­den die Bür­ger ge­schützt? Der­zeit gibt es an ein paar Stel­len, et­wa am Rat­haus­platz, Pol­ler ge­gen Fahr­zeu­ge. Die neur­al­gi­schen Punk­te, et­wa Ein­kaufs­stra­ßen, wer­den durch ver­stärk­te Po­li­zei­prä­senz, aber auch durch bau­li­che Maß­nah­men bes­ser ge­schützt wer­den. Durch Pol­ler, St­ei­ne . . . . . . auch mit mo­bi­len Bar­rie­ren? Die­se sind ja auch jetzt schon teil­wei­se vor­han­den. Das hängt im­mer von der Ge­fähr­dungs­ein­schät­zung ab. Wie ist die­se der­zeit für Ös­ter­reich? Er­höht, aber nicht kon­kret hoch. Lang­fas­sung des www.diepresse.com/Kard­eis In­ter­views:

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