KREA­TI­VE NA­MEN

Die Presse am Sonntag - - Wien -

Die Fri­seur­bran­che ist de­fi­ni­tiv ei­ne, die ei­ne auf­fal­len­de Vor­lie­be für (mehr oder we­ni­ger) ori­gi­nel­le Wort­spie­le hat. Ob die­se nun ernst ge­meint sind oder doch iro­nisch, sei da­hin­ge­stellt: Mit ei­nem ab­sur­den oder lus­ti­gen Na­men brin­gen sich die Fri­seur­sa­lons je­den­falls ins Ge­re­de, auf so­zia­len Me­di­en wer­den die­se un­ter Hash­tags wie fri­seur­na­men ge­sam­melt und ge­teilt. In Wi­en gibt es da et­wa die Haa­res­zei­ten im 14. Be­zirk, gleich meh­re­re Fi­lia­len von Gm­hHaar, auch ei­nen Hair­cu­les im 23. Be­zirk. Zum Hair­port kann man im drit­ten Be­zirk ge­hen, in Neu­bau gibt es ei­nen Fri­seur­sa­lon na­mens Chaar­me. Zum Fri­seur Kamm in kann man in meh­re­ren Be­zir­ken ge­hen, auch der Fri­seur­sa­lon Haar­fe im 15. Be­zirk sei er­wähnt. Für Hips­ter-Bart­trä­ger steht Ali Bar­ber in Ma­ria­hilf zur Ver­fü­gung. Ei­nen auf­fal­len­den Na­men ha­ben sich auch die Fri­seur­sa­lons Haar­chi­tek­tur (Al­ser­grund), Stu­fen­schnitt (im Sechs­ten tat­säch­lich an ei­nem Stie­gen­auf­gang ge­le­gen) oder Fort­schnitt (Rech­te Wi­en­zei­le) aus­ge­sucht. Auch der Na­me Haar­spal­te­rei (20. Be­zirk) drängt sich in Sa­chen Wort­spie­le of­fen­bar auf. In Gun­t­rams­dorf kann man sich bei Hair Force One die Haa­re schnei­den las­sen, in Graz et­wa beim Kai­ser­schnitt. Die Wort­spiel-Fri­seur­na­men sind aber kein ös­ter­rei­chi­sches Phä­no­men, im Ge­gen­teil: In Deutsch­land fin­den sich teils noch ab­sur­de­re Na­men wie Mon­haar­li­sa oder das et­was fraqwür­di­ge Cu­tastro­phe, aber auch ge­witz­te wie Über kurz oder lang oder Po­ny & Cly­de. In Lon­don wie­der­um gibt es den Bar­ber St­reisand.

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