Wir fah­ren auf der Au­to­bahn

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören - THO­MAS KRA­MAR

Die Tü­ren: »In­for­ma­ti­on«. Vom neun­mal­klu­gen Na­men ein­mal ab­ge­se­hen – „Exo­te­rik“, das neue Werk der deut­schen Band Die Tü­ren (die dar­auf be­steht, dass sie nichts mit den Doors aus Los An­ge­les zu tun hat), er­scheint als Drei­fa­ch­al­bum! Die­se For­ma­ti­on steht eben zur grö­ßen­wahn­sin­ni­gen Tra­di­ti­on der Lem­min­ge und Elek­trolur­che. Und des rhei­ni­schen Kling­klangs. Mit sol­chem be­ginnt (oh­ne je­des Vor­spiel) auch die­ser Track – und mit den Wor­ten: „In­for­ma­ti­on ist der Un­ter­schied, der so­zia­le Un­ter­schie­de macht. Gib mir dei­ne In­for­ma­ti­on.“Das ist auch schon der gan­ze Text die­ses Tracks, der wie einst das stil­bil­den­de Stück „Hal­lo­gal­lo“von Neu! (1972) in kon­stant ho­her Ge­schwin­dig­keit vor sich hin rast wie ein Mit­tel­klas­se­au­to mit Tem­po­mat. Viel­leicht darf man dies­falls an ei­ne Da­ten­au­to­bahn den­ken, auf der die By­tes durchs nächt­li­che Fi­ber­glas rei­sen, an al­len Rast­stät­ten vor­bei, an al­len Aus­fahr­ten vor­über. Im­mer wei­ter. Gut so.

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