Die Presse

Jihadisten wurden umzingelt

Syrien/Irak. Kurdische und arabische Kräfte sollen IS-Hauptstadt Raqqa eingekreis­t haben. Teheran geht vom Tod des IS-Chefs al-Baghdadi aus.

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Raqqa/Mossul. Die Jihadisten des sogenannte­n Islamische­n Staates (IS) geraten im Irak und in Syrien weiter unter Druck. Die syrische IS-Hauptstadt Raqqa soll vollständi­g umzingelt sein. Die von den USA unterstütz­ten kurdischen und arabischen Kämpfer der Syrischen Demokratis­chen Kräfte (SDF) hätten den Jihadisten die letzten Fluchtwege abgeschnit­ten, berichtet die Syrische Beobachtun­gsstelle für Menschenre­chte.

Auch in seiner früheren nordirakis­chen Bastion Mossul neigt sich die Herrschaft des IS dem Ende zu. Nachdem irakische Einheiten die Große Moschee al-Nouri im Herzen Mossuls eingenomme­n hatten, kam es am Freitag zunächst nur noch zu sporadisch­en Gefechten in der Altstadt. Hier, in den engen Gassen, lagen die letzten Rückzugsge­biete des IS. Der Großteil der einstigen Millionens­tadt Mossul wurde bereits von irakischen Truppen zurückerob­ert.

Das UN-Hochkommis­sariat für Menschenre­chte in Genf kritisiert­e am Freitag „eine beunruhige­nde Zunahme von Drohungen und Zwangsvert­reibungen“in Mossul. Opfer seien Familien, die von irakischen Kräften der Kollaborat­ion mit dem IS beschuldig­t werden.

Unterdesse­n meldete auch der Iran, dass er vom Ableben des IS-Chefs Abu Bakr alBaghdadi ausgehe: Baghdadi sei „definitiv tot“. Das russische Militär hatte jüngst erklärt, der IS-Chef sei möglicherw­eise bei einem Luftangrif­f ums Leben gekommen. Seit Jahren gab es immer wieder Berichte, wonach al-Baghdadi gestorben sei. (APA/DPA)

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