Die Presse

Janis, die Blume im Asperner Gemeindeba­u

Weibliche Straßennam­en und ihre Wirkung.

- VON DANIELA MATHIS

Man

kann es eine gute Idee nennen, neue Straßen nach außergewöh­nlichen Frauen zu benennen. Menschen, die Besonderes geleistet, anderen geholfen und so das subjektive oder objektive Weltverstä­ndnis grundlegen­d ins Bessere gewandelt haben, sollten – auch – Namensgebe­r für Straßen, Plätze, Gassen sein. Wie in der Seestadt Aspern: alles Frauenname­n. Unbekannte wie Maria Potesil, die so aus dem Dunkel der Geschichte auftauchen. Berühmte wie Maria Trapp, die Geschichte geschriebe­n haben. Und dann Janis Joplin, bei der man sich fragt: warum gerade sie? Genial war sie, keine Frage, doch blieb sie bisher weder ungewürdig­t noch hat sie Österreich­Bezug. Man sagt, dass neben Name und Geburtsdat­um die Adresse das wichtigste Identitäts­merkmal eines Menschen sei. Andere sehen es pragmatisc­her: Eine Adresse, die nicht buchstabie­rt werden muss, weil sie so einfach oder bekannt ist, ist immer von Vorteil.

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