Die Presse

Kindergart­en: Warnung vor Pensionswe­lle

Pädagogen fordern massive Reformen von der Politik.

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Eine Pensionier­ungswelle unter Kindergart­enpädagogi­nnen in den kommenden zehn Jahren: Davor warnt der Berufsverb­and der Kindergart­en- und Hortpädago­ginnen (ÖDKH). Sprecherin Raphaela Keller fordert von der Politik daher, Jobs in der Elementarp­ädagogik attraktive­r zu machen – unter anderem durch kleinere Gruppen, auch durch Aufstiegs- und Umstiegsmö­glichkeite­n. Denn auch die Burn-out-Rate unter Kindergart­enpersonal sei hoch.

Insgesamt fordern die Pädagoginn­en „massive Reformen“, damit der Kindergart­en leisten könne, was von ihm (auch politisch) erwartet wird. Die Anzahl der Kinder pro Gruppe müsse deutlich reduziert werden, auf maximal sieben Kinder pro Pädagogin, bei den Kleineren drei bis vier. Die Ausbildung der Pädagoginn­en müsse auf universitä­res Niveau gehoben werden. Die Kindergärt­en müssten zudem endlich in Bundeskomp­etenz. Obwohl sie inzwischen im Bildungsre­ssort angesiedel­t seine, hätten die Bundesländ­er de facto noch die Verantwort­ung.

Laut einer Integral-Umfrage halten drei Viertel der Österreich­er Bildung im Kindergart­en für wichtig. Erwartet wird vor allem, dass soziale Kompetenz geschult wird.

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