Die Presse

US-Senat billigt Powell als neuen Fed-Chef

Experten erwarten, dass er den geldpoliti­schen Kurs seiner Vorgängeri­n fortsetzt.

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Der US-Senat hat die Nominierun­g von Jerome Powell als neuen Chef der Notenbank Fed bestätigt. Die Abgeordnet­en folgten damit am Dienstagab­end einem Vorschlag von US-Präsident Donald Trump. 84 Senatoren votierten für Powell, 13 gegen ihn. Der Jurist und Ex-Investment­banker sitzt seit 2012 im Fed-Direktoriu­m und kann nun Nachfolger von Janet Yellen werden, deren Amtszeit am 3. Februar endet. Experten erwarten, dass er den bisherigen geldpoliti­schen Kurs fortsetzt.

Der 64-Jährige ist weitgehend unumstritt­en. In den vergange- nen Jahren teilte er Yellens Ansicht, dass die im historisch­en Vergleich niedrige Inflation nur behutsame Erhöhungen der Leitzinsen zulässt.

Die Fed-Mitglieder wollen ihre Geldpoliti­k langsam normalisie­ren und hoben 2017 die Zinsen dreimal an. Heuer könnten drei weitere Zinsschrit­te folgen.

Powell ist offen für eine Lockerung der Dodd-Frank-Gesetze: Dieses Regelwerk war die zentrale Lehre aus der Finanzkris­e, in der Banken vom Staat gerettet wurden. Trump strebt eine Abkehr von den strengeren Regulierun­gen an. (Reuters/red.)

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