Land der größ­ten Mu­sik auf kleins­tem Raum

Mu­sik­le­ben. Ein paar Mi­nu­ten zu Fuß – in die Staats­oper oder zur Sing­ver­ein-Pro­be, in die welt­be­rühm­te Mu­siku­ni oder zum Gei­gen­bau­er: Kei­ne Stadt der Welt macht uns die­ses Mu­sik­le­ben auf ein paar Qua­drat­me­tern nach. Ein Rund­gang.

Die Presse - - FEUILLETON - VON AN­NE-CA­THE­RI­NE SI­MON

Wo hat man das sonst in der wei­ten Welt? Le­gen­dä­re Räu­me, in de­nen klas­si­sche Mu­sik ge­übt, aus­ge­übt und ge­lehrt wird, lie­gen in Wien so dicht bei­ein­an­der wie nir­gend­wo sonst. auf­ge­bahrt la­gen. Hier ist die Keim­zel­le des Wie­ner Mu­sik­le­bens zu Hau­se: die Hof­mu­sik­ka­pel­le. Ih­re Tra­di­ti­on reicht über ein hal­bes Jahr­tau­send zu­rück, zu Ma­xi­mi­li­an I., der als Ers­ter Mu­si­ker fix am Hof an­stell­te. Gluck und Mo- zart wa­ren hier noch Hof­kom- po­nis­ten. Und auch heu­te kom­men hier – fast – al­le zu- sam­men, je­den Sonn­tag­mor­gen vom Herbst bis zum Som­mer­be- ginn: Wie­ner Phil­har­mo­ni­ker mit Sän­ger­kna­ben, ehe­ma­li­ge Sän­ger­kna­ben (in der Cho­ral­scho­la der Hof­burg­ka­pel­le) mit Her­ren des Staats­opern­chors. Wel­che Mes­se von Haydn, Mo­zart, Beet­ho­ven, Schu­bert oder Bruck­ner sie spie­len, hängt auch da­von ab, ob die Phil­har­mo­ni­ker da­nach zum Abon­ne­ment­kon­zert ei­len müs­sen: Dann spie­len sie kür­zer.

[ APA ]

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