Hund biss Mäd­chen: Hal­ter schuld­los

Kind rief frem­des Tier auf Bau­ern­hof und hielt es.

Die Presse - - RECHTSPANORAMA -

150 Eu­ro Stra­fe hät­te ein Land­wirt zahlen sol­len, des­sen Hund ein zehn­jäh­ri­ges Mäd­chen in bei­de Hän­de ge­bis­sen hat­te. Nach­dem die Staats­an­walt­schaft Er­mitt­lun­gen we­gen fahr­läs­si­ger Kör­per­ver­let­zung ein­ge­stellt hat­te – we­gen Ei­gen­ver­schul­dens des Op­fers be­ste­he kein Grund zur wei­te­ren Ver­fol­gung –, er­ließ die BH St. Jo­hann im Pon­gau ei­nen Straf­be­scheid: Der Hun­de­hal­ter ha­be nicht ver­hin­dert, dass Drit­te ge­fähr­det und un­zu­mut­bar be­läs­tigt wer­den konn­ten.

Das Mäd­chen war über ei­nen Spa­zier­weg zum Hof des Bau­ern ge­gan­gen, hat­te den ihm von frü­her be­kann­ten Hund beim Na­men ge­ru­fen. Es woll­te mit ihm auf dem Hof spie­len. Als es den sie­ben­jäh­ri­gen Ap­pen­zel­ler am Hals­band nahm, schnapp­te die­ser zu, ehe das Kind ihn an­schrie und mit ei­nem Tritt ver­jag­te.

Auf Be­schwer­de des Bau­ern hob das Lan­des­ver­wal­tungs­ge­richt Salz­burg sei­ne Stra­fe auf: Der Hund sei auf dem Bau­ern­hof ge­we­sen und hät­te, vom Mäd­chen ge­ru­fen, die­ses nur be­schnup­pert. Zum Un­glück sei es erst ge­kom­men, als das Kind das Tier am Hals­band ge­nom­men ha­be, wo­für der Hal­ter je­doch nichts kön­ne. (kom)

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