Ro­ha­ni for­dert Auf­he­bung der Sank­tio­nen

Irans Prä­si­dent sprach bei UNO zum Atom­de­al.

Die Presse - - AUSLAND -

New York. Bei sei­ner Re­de vor der UNO-Voll­ver­samm­lung in New York mach­te Irans Prä­si­dent Has­san Ro­ha­ni das of­fi­zi­ell, wor­über seit dem Plat­zen des Wie­ner Atom­de­als spe­ku­liert wur­de. „Ab heu­te“, so Ro­ha­ni, „wird der Iran sich bei der Uran­an­rei­che­rung und Schwe­rem Was­ser nicht mehr an Li­mits hal­ten.“Die eu­ro­päi­schen Ver­hand­ler des Atom­de­als wür­den wei­te­re Maß­nah­men des Iran zu spü­ren be­kom­men, wenn sie sich nicht in­ner­halb von 60 Ta­gen an die Ver­ein­ba­run­gen hal­ten wür­den.

Die USA sind un­ter der Ägi­de von US-Prä­si­dent Do­nald Trump ver­gan­ge­nes Jahr aus dem Ab­kom­men aus­ge­stie­gen. Trotz der stei­gen­den Span­nun­gen zwi­schen dem Iran und den Ver­hand­lern au­ßer den USA ha­ben sich die­se in New York er­neut zum Ab­kom­men be­kannt: Nach ei­nem Tref­fen zeig­ten sich die Au­ßen­mi­nis­ter von Deutsch­land, Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, China, Russ­land und dem Iran in ei­ner von der EU ver­brei­te­ten Er­klä­rung ei­nig, dass der De­al ei­ne Schlüs­sel­rol­le im Kampf ge­gen die Nu­kle­ar­waf­fen-Ver­brei­tung spielt. Ro­ha­ni sag­te, der Wie­ner De­al sei „das Mi­ni­mum“für bei­de Sei­ten ge­we­sen – und stell­te den­noch das Ul­ti­ma­tum.

„Nicht ernst neh­men“

Be­kräf­tigt hat Ro­ha­ni in­des­sen sei­ne der­zei­ti­ge Ab­leh­nung von Ver­hand­lun­gen in der Kri­se mit Wa­shing­ton. Für sol­che Ge­sprä­che müss­ten die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu­erst den Druck auf Te­he­ran zu­rück­fah­ren. „Stop­pen Sie die Sank­tio­nen, um den Weg für den Be­ginn von Ver­hand­lun­gen frei­zu­ma­chen“, sag­te Ro­ha­ni.

Man könn­te die Ein­la­dung zu Ver­hand­lun­gen nicht ernst neh­men, wenn die USA be­haup­te­ten, „die här­tes­ten Sank­tio­nen der Ge­schich­te ge­gen die Wür­de und den Wohl­stand un­se­rer Na­tio­nen ver­hängt zu ha­ben.“(ag.)

Die bri­ti­sche Re­gie­rung will dem­nächst er­neut über ei­ne Neu­wahl im Par­la­ment ab­stim­men las­sen. Das sag­te der bri­ti­sche Ge­ne­ral­staats­an­walt Ge­off­rey Cox am Mitt­woch bei der ers­ten Sit­zung des Un­ter­hau­ses nach Auf­he­bung der Zwangs­pau­se am Mitt­woch. Cox hat­te das Par­la­ment zu­vor als „Schan­de“be­zeich­net, weil es bis­her zwei An­trä­ge der Re­gie­rung auf ei­ne Neu­wahl ab­ge­lehnt hat­te.

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