Quan­ten­theo­rie wird fass­ba­rer

Ex­pe­ri­ment: Rie­sen­mo­le­kül an zwei Or­ten gleich­zei­tig.

Die Presse - - WISSEN & INNOVATION -

In der Quan­ten­welt ver­hält sich Ma­te­rie so­wohl als Teil­chen als auch als Wel­le. Seit Jah­ren ver­su­chen Wie­ner Phy­si­ker die­se Dua­li­tät an im­mer grö­ße­ren Ob­jek­ten nach­zu­wei­sen. Nun be­rich­ten sie im Fach­ma­ga­zin Na­tu­re Phy­sics (23. 9.) von ei­nem neu­en Re­kord: Ge­mein­sam mit Kol­le­gen von der Uni­ver­si­tät Ba­sel brach­ten sie ein aus 2000 Ato­men be­ste­hen­des rie­si­ges Mo­le­kül in ei­nen Über­la­ge­rungs­zu­stand – und da­mit an meh­re­re Or­te gleich­zei­tig.

Das Über­la­ge­rungs­prin­zip ist ein Kenn­zei­chen der Quan­ten­theo­rie. Da­mit in Zu­sam­men­hang steht ei­ne je­ner es­sen­zi­el­len Fra­gen, mit de­nen Phy­si­ker und Phi­lo­so­phen seit den An­fän­gen der Quan­ten­me­cha­nik zu kämp­fen ha­ben: Wie ge­hen die merk­wür­di­gen Quan­ten­ef­fek­te in die klas­si­sche Welt über, mit der wir im All­tag ver­traut sind? Ex­pe­ri­men­te wie das be­schrie­be­ne nä­hern sich der Fra­ge di­rekt an, in­dem sie Quan­ten­in­ter­fe­ren­zen mit im­mer mas­se­rei­che­ren Ob­jek­ten auf­zei­gen. (APA/cog)

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.