Gib mir ein „a“!

War­um ein Vor­trag heu­te ei­ne „Keyno­te“ist.

Die Presse - - MANAGEMENT & KARRIERE - VON MICHA­EL KÖTTRITSCH micha­el.koet­t­[email protected]­pres­se.com

B evor die Mu­si­ker los­le­gen, glei­chen sie die Stim­mung ab. Der Kam­mer­ton, das ein­ge­stri­che­ne a, ist da­für meist der ge­mein­sa­me Grund­ton. Keyno­te heißt die­ser auf Eng­lisch. Und – Ach­tung, Sprech­bla­se – „Keyno­te“hat sich auch bei uns als Be­zeich­nung für Er­öff­nungs­vor­trä­ge ein­ge­bür­gert. Weil sie ei­nen Grund­ge­dan­ken ent­hal­ten sol­len, der ins The­ma ein­führt oder die Dis­kus­sio­nen in­spi­riert. Und weil Re­de und Re­fe­rat als Be­grif­fe of­fen­bar genau so un­at­trak­tiv sind wie Red­ne­rIn oder Re­fe­ren­tIn, über­neh­men Keyno­te-Spea­ker die­se Auf­ga­be.

Vie­le lö­sen sie mit Bra­vour, man­che schei­tern gran­di­os. Kein Wun­der. Denn so ein­fach ist das mit dem Kam­mer­ton auch wie­der nicht: Die in­ter­na­tio­na­le Stimm­ton­kon­fe­renz 1939 hat ihn bei 440 Hertz fest­ge­legt, die Wie­ner Phil­har­mo­ni­ker hin­ge­gen ver­trau­en ih­ren Kon­zert­meis­tern und schwö­ren auf 444 Hertz.

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