Die „Reds“ge­gen die Ro­ten Bul­len

Cham­pi­ons Le­ague. Alex­an­der Man­nin­ger ist bis­lang der ein­zi­ge Ös­ter­rei­cher, der für Li­ver­pool spiel­te. Der Ex-Tor­hü­ter, 42, über die An­field Road – und Salz­burgs Chan­ce.

Die Presse - - SPORT -

Er spiel­te einst für Li­ver­pool und auch für RB Salz­burg, in sei­ner 23-jäh­ri­gen Kar­rie­re stand Alex­an­der Man­nin­ger bei ins­ge­samt sech­zehn Ver­ei­nen un­ter Ver­trag. Der Tor­hü­ter kennt die Fi­nes­sen des Ge­schäfts, ih­re Hö­hen, Tie­fen – und er weiß sehr gut, was es be­deu­tet, wenn man an der An­field Road spielt. Der Fuß­ball­pen­sio­nist, 42, hält vor dem gro­ßen Cham­pi­ons-Le­ague-Du­ell am Mitt­woch „bei­den Teams die Dau­men“. Dass die „Reds“ge­gen die Ro­ten Bul­len ver­lie­ren, kann er sich aber bei­lei­be nicht vor­stel­len.

„Wenn es ei­ne Über­ra­schung gibt, dann in Salz­burg“, schätzt der ge­bür­ti­ge Salz­bur­ger die Si­tua­ti­on ein. In der Sai­son 2016/17, es soll­te sei­ne letz­te sein, ge­lang ihm zum „krö­nen­den Ab­schluss“noch der Sprung zum eng­li­schen Re­kord­meis­ter. Dass er nur als Drei­er­goa­lie hin­ter Lo­ris Ka­ri­us und Si­mon Mi­gn­o­let agie­ren durf­te, war von An­fang an klar. Aber die­se Chan­ce woll­te er sich nicht ent­ge­hen las­sen. Drei­mal schaff­te er es im­mer­hin auf die Bank – als bis­her ein­zi­ger Ös­ter­rei­cher beim 18-fa­chen eng­li­schen Meis­ter.

Man­nin­ger hat auch sehr vie­le in­ter­na­tio­na­le Trai­ner ken­nen­ge­lernt. Et­wa Clau­dio Ra­nie­ri (Ju­ven­tus), Ro­ber­to Man­ci­ni (Fio­ren­ti­na) oder Ars`ene Wen­ger (Ar­senal). Jür­gen Klopp je­den­falls sei für ihn ein Aus­nah­me­coach. „Er ist ein Pro­fi, hat bis­her je­den Spie­ler bes­ser ge­macht. Er ist ein Mo­ti­va­tor und nicht der Chef, vor dem je­der auf die Knie geht, weil er Au­to­ri­tät aus­strah­len will“, er­in­ner­te sich Man­nin­ger. „Er hat in je­der Be­spre­chung ge­sagt, dass sei­ne Tür of­fen ist. Dar­um ma­chen die Spie­ler auch auf – der ei­ne mehr, der an­de­re we­ni­ger. Die­ses Am­bi­en­te spürt man in Li­ver­pool deut­lich.“

Wie ste­hen al­so Salz­burgs Chan­cen an der An­field Road? Das 6:2 ge­gen Genk zum Auf­takt war viel­ver­spre­chend, par­al­lel da­zu un­ter­lag Li­ver­pool in Nea­pel mit 0:2. Es wird er­war­tet, dass der CLTi­tel­ver­tei­di­ger ei­ne „Re­ak­ti­on“vor ei­ge­nem Pu­bli­kum zei­gen wird. Aber auch beim 1:0 ge­gen Sh­ef­field Uni­ted in der Pre­mier Le­ague ist es nicht nach Wunsch ge­lau­fen. Li­ver­pool ist in die­ser Sai­son auf der In­sel den­noch wei­ter­hin un­ge­schla­gen. Man­nin­ger: „Ich glau­be, dass die­se Adres­se Salz­burg doch ein biss­chen zu groß ist. Li­ver­pool muss et­was ma­chen. Es steht auf der Vi­si­ten­kar­te des Ver­eins, dass man sich nicht zu­frie­den­gibt.“

Dass Man­nin­ger noch ein­mal in den Fuß­ball zu­rück­kehrt, scheint aus­ge­schlos­sen. „Lei­der wer­de ich 40“, ha­be er 2017 zu Klopp ge­sagt, „da wächst Rie­si­ges.“Zwei Jah­re spä­ter ist Li­ver­pool auf Eu­ro­pas Thron zu­rück­ge­kehrt mit dem fünf­ten Tri­umph. Der 33-fa­che Team­spie­ler ließ aber mit „Ab­sicht los“, bei ei­nem Spit­zen­klub als krö­nen­dem Ab­schluss. (fin)

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