Zum­to­bel schafft den Tur­naround

Re­struk­tu­rie­rung. Der Leuch­ten­spe­zia­list ver­dop­pelt den Be­triebs­ge­winn.

Die Presse - - FINANZEN -

Ei­ni­ge Jah­re war es ziem­lich fins­ter bei Zum­to­bel. Nun zeigt der Re­struk­tu­rie­rungs­kurs, den Al­f­red Fel­der dem Leuch­ten­kon­zern ver­passt hat, po­si­ti­ve Wir­kung: Im ers­ten Halb­jahr des Ge­schäfts­jah­res 2019/2020 wur­de bei ei­ner leich­ten Um­satz­stei­ge­rung von 1,5 Pro­zent auf 603,8 Mio. Eu­ro das Be­triebs­er­geb­nis von 19,1 auf 36,7 Mio. Eu­ro na­he­zu ver­dop­pelt. Das Net­to­er­geb­nis leg­te so­gar von 8,8 auf 24,7 Mio. Eu­ro zu.

„Nach ei­ni­gen sehr her­aus­for­dern­den Ge­schäfts­jah­ren be­stä­tigt die ak­tu­el­le Un­ter­neh­men­sper­for­mance den ein­ge­schla­ge­nen Kurs: Es ist uns trotz wid­ri­ger Markt­be­din­gun­gen ge­lun­gen, das ers­te

Halb­jahr mit ei­nem leich­ten Um­satz­plus so­wie ei­ner sehr zu­frie­den­stel­len­den Er­geb­nis­stei­ge­rung ab­zu­schlie­ßen“, sag­te Fel­der.

Trei­ber des Ge­schäfts wa­ren die Kern­märk­te der D-A-CH-Re­gi­on Ös­ter­reich, Deutsch­land und Schweiz. Da gab es ei­nen Um­satz­zu­wachs von 5,5 Pro­zent. Auch in Be­ne­lux und in Ost­eu­ro­pa so­wie in Ame­ri­ka kam es zu Um­satz­zu­wäch­sen. Rück­gän­ge gab es auf dem zweit­größ­ten Markt der Grup­pe in Nord­eu­ro­pa, in Sü­d­eu­ro­pa, in Asi­en und im Mitt­le­ren Os­ten.

Für die Ak­tio­nä­re wa­ren die Nach­rich­ten ein vor­ge­zo­ge­nes Weih­nachts­ge­schenk, hat­ten sie doch in letz­ter Zeit nichts zu la­chen. Die Ak­tie, die seit Jah­res­be­ginn nach ei­nem Rück­set­zer ins­ge­samt drei Pro­zent im Plus liegt, ge­wann am Di­ens­tag über zwei Pro­zent. In den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren ver­lor das Pa­pier gut 55 Pro­zent. Der Ab­sturz war nicht nur schlech­ten Ge­schäfts­er­geb­nis­sen ge­schul­det. Der Kon­zern, der Licht­sys­te­me und -kom­po­nen­ten für Ge­bäu­de und öf­fent­li­che Räu­me ent­wi­ckelt und pro­du­ziert, wur­de auch von ei­nem hef­ti­gen Rechts­streit mit dem frü­he­ren Vor­stands­chef Ul­rich Schu­ma­cher be­las­tet.

Jetzt gilt es, für das sai­so­nal stets schwä­che­re zwei­te Halb­jahr auf­zu­rüs­ten. Fel­der geht im Ge­schäfts­jahr 2019/20 von ei­ner leich­ten Um­satz­stei­ge­rung so­wie ei­ner Ver­bes­se­rung der be­rei­nig­ten Ebit-Mar­ge auf drei bis fünf Pro­zent aus.

Das Mit­tel­frist­ziel ei­ner EbitMar­ge von rund sechs Pro­zent bis 2020/21 bleibt auf­recht – trotz wach­sen­der Ri­si­ko­fak­to­ren. We­sent­lich sei das pro­gnos­ti­zier­te und be­reits mehr­fach nach un­ten kor­ri­gier­te Wirt­schafts­wachs­tum auf den Kern­märk­ten, das sich un­mit­tel­bar auf die pro­fes­sio­nel­le Bau­wirt­schaft und de­ren Kon­junk­tur aus­wir­ke. Wäh­rend der pri­va­te Wohn­bau noch lau­fe, schwä­che sich der In­dus­trie- und Ver­wal­tungs­bau be­reits ab, hieß es am Di­ens­tag. (eid)

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