Die tür­kis-grü­ne

Ver­hand­lun­gen. In ei­ni­gen Punk­ten dürf­te sich die ÖVP an die SPÖ zu­rück­er­in­nert füh­len. Die Ge­samt­schul­ver­su­che könn­ten auf­ge­taut wer­den.

Die Presse - - INLAND -

Rund an­dert­halb Jah­re lang konn­te die ÖVP ih­re bil­dungs­po­li­ti­sche Li­nie re­la­tiv un­be­irrt ver­fol­gen. Der blaue Ko­ali­ti­ons­part­ner war meist oh­ne­hin der­sel­ben Mei­nung. Da­mit ist nun Schluss. In den lau­fen­den Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen dürf­te sich die Volks­par­tei häu­fig an die Zeit mit der SPÖ zu­rück­er­in­nert füh­len. Da­mals ver­lief in der Bil­dungs­po­li­tik ein gro­ßer Gr­a­ben zwi­schen ÖVP und SPÖ. Ent­lang ziem­lich ähn­li­cher Trenn­li­ni­en dürf­te nun auch die Kluft zwi­schen Tür­kis und Grün ver­lau­fen. Klar ist: Die bei­den Par­tei­en sind bei dem ideo­lo­gisch ge­präg­ten Bil­dungs­the­ma in sehr vie­len

Punk­ten sehr weit aus­ein­an­der. Noch ist die­ser Be­reich für die Ver­hand­ler da­her nicht aus­ge­stan­den.

Erst am gest­ri­gen Frei­tag saß da­her die von zwei Ti­ro­le­rin­nen – der Ex-Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Mar­ga­re­te Schram­böck (ÖVP) und der grü­nen Vi­ze­klub­ob­frau Si­grid Mau­rer – ge­lei­te­te Grup­pe wie­der zu­sam­men. Auf ei­ni­ge gro­ße Fra­gen gilt es noch, Ant­wor­ten zu fin­den. Un­ter den Ver­hand­lern – die sich sonst sehr be­deckt hal­ten – ist trotz­dem die Re­de von ei­ner an­ge­neh­men At­mo­sphä­re und kon­struk­ti­ven Ge­sprä­chen. Und ziem­lich klar ist auch: Am Ka­pi­tel Bil­dung wird ei­ne tür­kis-grü­ne Ko­ali­ti­on nicht schei­tern. Da dürf­ten an­de­re The­men mehr Ge­wicht ha­ben.

Das Streit­the­ma Ge­samt­schu­le ist je­den­falls wie­der zu­rück: Denn die Grü­nen ha­ben sich seit je­her für ei­ne ge­mein­sa­me Schu­le der Sechs- bis 14-Jäh­ri­gen aus­ge­spro­chen – die Volks­par­tei be­harrt be­kannt­lich aufs Gym­na­si­um: ein Dej`´avu. In den Ver­hand­lun­gen könn­te sich in die­sem heik­len Punkt den­noch ein mög­li­cher Kom­pro­miss ab­zeich­nen. Der hat mit den Ge­samt­schul­mo­dell­re­gio­nen zu tun, die noch un­ter Rot-Schwarz im Ge

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