Ba­rock mit Punsch und L´an­gos

Un­garn. In der Ba­rock­zeit lief Gyor˝ zu sei­ner Hoch­form auf. Da­von zeugt die rei­che Bau­sub­stanz. Wi­ens an­mu­ti­ge Nach­ba­rin an der Klei­nen Do­nau ist auch ein hüb­sches Ziel für ei­nen Ad­ven­t­aus­flug.

Die Presse - - REISEN -

Nur 71 Mi­nu­ten sind es mit dem Zug von Wi­en nach Gyor,˝ der mit et­wa 130.000 Ein­woh­nern sechst­größ­ten Stadt Un­garns. Und doch hat de­ren Weih­nachts­markt, der sich auf meh­re­re Tei­le der reiz­vol­len Alt­stadt er­streckt, zu­min­dest gas­tro­no­misch be­trach­tet et­was Exo­tik zu bie­ten. Gyor˝ ist un­über­seh­bar ei­ne wirt­schaft­lich flo­rie­ren­de Stadt, de­ren Be­woh­ner viel­fach in den in der Pe­ri­phe­rie an­ge­sie­del­ten Be­trie­ben der Au­to­mo­bil- und Ma­schi­nen­bau­in­dus­trie Be­schäf­ti­gung fin­den. Im In­ne­ren hat sich die „Stadt der Flüs­se“, die an der Mün­dung der Ra­ab (Ra­ba)´ in die Klei­ne Do­nau (Mo­so­ni Du­na), ei­nen Sei­ten­arm der Do­nau, ge­le­gen ist und in der An­ti­ke als rö­mi­sches Mi­li­tär­la­ger Ar­rabo­na mit Trup­pen be­legt war, ihr ba­ro­ckes Ge­prä­ge be­wah­ren kön­nen. Res­te des Ka­s­tells, das zur Zeit der Völ­ker­wan­de­rung be­reits von ei­ner zi­vi­len Be­völ­ke­rung ge­nutzt wur­de, ha­ben sich bis heu­te auf dem Stadt­ge­biet er­hal­ten.

Ei­nen St­ein­wurf vom et­was an­ge­jahr­ten Bahn­hof ent­fernt, in dem die An­künf­te, Zie­le und Ver­spä­tun­gen der Zü­ge noch mit der herr­lich rat­tern­den Fall­blatt­an­zei­ge an­ge­kün­digt wer­den, be­fin­det sich das präch­ti­ge neo­ba­ro­cke Rat­haus des Ar­chi­tek­ten Je­no˝

Hüb­ner. Vor der vor­letz­ten Jahr­hun­dert­wen­de er­baut und 1900 ein­ge­weiht, wä­re das huf­ei­sen­för­mi­ge, drei­ge­scho­ßi­ge Bau­werk mit Tür­men ei­gent­lich ei­ner Haupt­stadt wür­dig: Das einst von Kai­se­rin Ma­ria The­re­sia ver­lie­he­ne Stadt­wap­pen ziert das Rat­haus, vom 59 Me­ter ho­hen Uhr­turm er­klingt zu je­der vol­len St­un­de ein Volks­lied der Klei­nen Tief­ebe­ne. Das Ge­bäu­de liegt an der stark be­fah­re­nen Szent-Ist­van-´Stra­ße,

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