Neue Re­geln für Clea­ring­häu­ser in Schief­la­ge

Ge­fahr der An­ste­ckung fürs Fi­nanz­sys­tem wird ge­senkt.

Die Presse - - MEIN GELD -

Brüssel. Die EU- Län­der ha­ben sich auf neue Re­geln für den

Um­gang mit Clea­ring­häu­sern in Schief­la­ge ge­ei­nigt. Mit den Vor­schrif­ten sol­len An­ste­ckungs­ge­fah­ren für das Fi­nanz­sys­tem ver­hin­dert und ein ri­si­koär­me­res Ver­hal­ten der Ab­wick­lungs­häu­ser ge­för­dert wer

den, so Finn­lands Fi­nanz­mi­nis

ter Mi­ka Lin­ti­lä am Mitt­woch. Clea­ring­häu­ser ste­hen am Fi­nanz­markt zwi­schen Käu­fer und Ver­käu­fer und küm­mern sich um die Abrech­nung und Ab­wick­lung von Wert­pa­pier­ge­schäf­ten. Sie sprin­gen ein, wenn ei­ner der Han­dels­part­ner aus­fällt. Ih­re Haupt­kun­den sind gro­ße In­vest­ment­ban­ken. Die neu­en Re­geln se­hen vor, dass Clea­ring­häu­ser zu­nächst Ei­gen­mit­tel her­an­zie­hen, um Ver­lus­te ab­zu­de­cken.

Kos­ten für Kun­den sol­len im Ge­gen­zug sin­ken. Ab­wick­lungs­häu­ser müs­sen da­nach künf­tig mehr Ka­pi­tal ein­brin­gen, soll­te ein Aus­falls­fonds, der von Ban­ken und an­de­ren Clea­ring­kun­den fi­nan­ziert wird, nicht aus­rei­chen. Die Re­geln be­tref­fen 16 Häu­ser in der EU, über die ein gro­ßer Teil der welt­weit 640 Bil­lio­nen Eu­ro an ge­han­del­ten De­ri­va­ten ab­ge­wi­ckelt wird. (Apa/est)

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