USA de­cken Kim bei UN

Nord­ko­rea. Washington ver­hin­dert UNO-Sit­zung zu Men­schen­rech­ten, will aber Tref­fen zu Atom­pro­gramm.

Die Presse - - AUSLAND -

In­mit­ten der es­ka­lie­ren­den Span­nun­gen mit Nord­ko­rea sen­det die Trump-Re­gie­rung zwie­späl­ti­ge Si­gna­le an das Re­gime in Pjöng­jang. Ei­ne für Di­ens­tag, dem In­ter­na­tio­na­len Tag der Men­schen­rech­te, an­ge­setz­te Sit­zung des UN-Si­cher­heits­rats zur de­sas­trö­sen Men­schen­rechts­la­ge in Nord­ko­rea schei­ter­te am Mon­tag am Nein der USA. Kurz dar­auf be­rief Washington, das in die­sem Mo­nat den Vor­sitz im höchs­ten UN-Gre­mi­um führt, je­doch für den heu­ti­gen Mitt­woch ein Tref­fen des Ra­tes zum nord­ko­rea­ni­schen Ra­ke­ten- und Atom­pro­gramm an.

Das US-Au­ßen­mi­nis­te­ri­um teil­te mit, die Sit­zung sol­le „ei­nen um­fas­sen­den Über­blick über die jüngs­ten Ent­wick­lun­gen auf der ko­rea­ni­schen Halb­in­sel ge­ben, ein­schließ­lich der jüngs­ten Ra­ke­ten­starts und der Mög­lich­keit ei­ner es­ka­lie­ren­den Pro­vo­ka­ti­on.“Am Sonn­tag hat­te Nord­ko­rea of­fen­bar ein Ra­ke­ten­t­rieb­werk ge­tes­tet.

Mit die­ser Politik ver­sucht US-Prä­si­dent Do­nald Trump nach An­sicht von Ex­per­ten, den Druck auf Pjöng­jang auf­recht zu er­hal­ten, oh­ne Dik­ta­tor Kim Jong-un zu sehr zu ver­är­gern. Nord­ko­reas UN-Bot­schaf­ter hat­te un­miss­ver­ständ­lich klar ge­macht, dass das Re­gime je­de UN-Dis­kus­si­on zu Men­schen­rechts­fra­gen als ernst­haf­te Pro­vo­ka­ti­on be­trach­te. Der Auf­trag zur Ab­sa­ge des jähr­li­chen Tref­fens soll di­rekt aus dem Wei­ßen Haus ge­kom­men sein – zum zwei­ten Mal in Fol­ge. Das Kim-Re­gime hat­te zu­letzt auf­grund man­geln­der Fort­schrit­te in der Atom­fra­ge mit ei­nem „neu­en Weg“ge­droht und Trump als „un­be­re­chen­ba­ren al­ten Mann“be­schimpft. (red.)

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