Rich­ter or­ten zu viel Über­wa­chung

Die Presse - - 24 STUNDEN -

Der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof hob am Mitt­woch wei­te Tei­le des so­ge­nann­ten Si­cher­heits­pa­ke­tes auf. Die­ses war von der tür­kis-blau­en Ko­ali­ti­on im Jahr 2018 be­schlos­sen wor­den. So wur­de der Bun­de­stro­ja­ner ge­kippt, der laut Ge­setz ab 1. April 2020 er­laubt ge­we­sen wä­re. Die Rich­ter ka­men aber zu dem Schluss, dass der ge­plan­te Bun­de­stro­ja­ner (ei­ne staat­li­che Soft­ware, die Ge­rä­te von Ver­däch­ti­gen aus­spio­niert) ge­gen das Recht auf Pri­vat­sphä­re ver­stößt. Das Ge­setz stel­le näm­lich kei­ne dau­ern­de rich­ter­li­che Über­prü­fung si­cher. Über­dies sei nicht ge­währ­leis­tet, dass die Maß­nah­me nur bei Schwer­kri­mi­na­li­tät ein­ge­setzt wer­de.

Eben­falls ge­rügt wur­de von den Ver­fas­sungs­rich­tern die zu leicht­fer­ti­ge Wei­ter­ga­be von Da­ten des Stra­ßen­ver­kehrs (Section Con­trol bzw. ge­hei­me Kenn­zei­chen­er­ken­nung) an die Po­li­zei.

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