Stra­che bleibt nicht, kommt aber wie­der

FPÖ. Seit An­fang der 1990er-Jah­re war er Mit­glied, seit 2005 Bun­des­par­tei­chef: Ges­tern wur­de Heinz-Chris­ti­an Stra­che aus­ge­schlos­sen.

Die Presse - - INLAND -

gen ein­le­gen. Aber: Der „enorm gro­ße Zu­spruch aus der Be­völ­ke­rung“las­se ihn schon über ein Come­back im nächs­ten Jahr nach­den­ken, sag­te er. Was er nicht da­zu sag­te: Die­ses Come­back ist längst auf Schie­ne. Schon am Don­ners­tag hat­te er drei sei­ner Ver­trau­ten aus dem Wie­ner Land­tag vor­ge­schickt, um ei­ne ei­ge­ne Par­tei, Die Al­li­anz für Ös­ter­reich (DAÖ), zu grün­den. Be­hilf­lich da­bei war Ger­not Rum­pold, einst Jörg Hai­ders rech­te Kam­pa­gnen­hand. Mög­li­cher­wei­se hat auch Frank Stro­nach sei­ne Un­ter­stüt­zung zu­ge­sagt.

Stra­che könn­te nun sein ihm zu­ste­hen­des Man­dat im Wie­ner Land­tag an­neh­men – wenn ei­ner sei­ner drei „Stroh­män­ner“dar­auf ver­zich­tet. Ob er das tun wird, ist noch un­ge­wiss. Es könn­te ihm vor­über­ge­hend Im­mu­ni­tät si­chern.

Da­von, dass die DAÖ bei der Wi­en-Wahl 2020 an­tre­ten wird, ist aus­zu­ge­hen. Da­von, dass es mit ei­nem Spit­zen­kan­di­da­ten Heinz-Chris­ti­an Stra­che sein wird, ist eben­so aus­zu­ge­hen. Die neue Par­tei hat je­den­falls Klub­sta­tus im Wie­ner Ge­mein­de­rat. Dass wei­te­re frei­heit­li­che Ge­mein­de­rä­te zur Al­li­anz für Ös­ter­reich wech­seln, ist mög­lich.

Auch im Na­tio­nal­rat könn­te die Al­li­anz für Ös­ter­reich bald ei­ne Ab­ge­ord­ne­te ha­ben – näm­lich Phil­ip­pa Stra­che. Dass sich da noch je­mand da­zu­ge­sellt aus dem FPÖPar­la­ments­klub, ist nach jet­zi­gem Stand aber aus­zu­schlie­ßen. Stra­ches Fans be­fin­den sich an der Wie­ner Ba­sis. Dort, wo er vor 30 Jah­ren sei­ne Kar­rie­re be­gon­nen hat.

VON OLI­VER PINK

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.