SPÖ-Hoff­nung auf ei­ne Art „ro­ten Kurz“

Die Presse - - DEBATTE -

Zur ORF-„Pres­se­stun­de“vom 8. 12. Die „Pres­se­stun­de“am ver­gan­ge­nen Sonn­tag mit Hans Pe­ter Do­sko­zil, Lan­des­haupt­mann vom Bur­gen­land, hat ge­zeigt, dass es auch an­ders geht, als nur Sei­ten­hie­be auf den po­li­ti­schen Mit­be­wer­ber aus­zu­tei­len. Und er ver­steht auch un­ter So­zi­al­po­li­tik et­was an­de­res als sei­ne Wie­ner Ge­nos­sen oder sein Kärnt­ner Kol­le­ge, LH Kai­ser. Er lehnt das be­din­gungs­lo­se Grund­ein­kom­men ab und stellt die­se For­de­rung dem Min­dest­lohn ge­gen­über, den er im bur­gen­län­di­schen Lan­des­dienst ein­füh­ren will. 2400 Eu­ro pro Mo­nat brut­to, al­ler­dings nicht „be­din­gungs­los“, wie er sagt, son­dern mit Auf­la­gen ver­bun­den. Er nennt das dann so­zia­le Ge­rech­tig­keit. Mit die­ser auf­rech­ten Art, Po­li­tik zu ma­chen, muss ihm bei der Land­tags­wahl im Jän­ner 2020 nicht ban­ge sein. Eher scheint es so zu sein, dass ihm sein blau­er Ko­ali­ti­ons­part­ner we­gen der zahl­rei­chen Skan­da­le auf Bun­des­ebe­ne weg­bricht. Do­sko­zils kla­re Spra­che und sein Ver­ständ­nis für Po­li­tik las­sen für die SPÖ die Hoff­nung zu, dass ei­ne Art „ro­ter Kurz“vor den To­ren steht. Dr. Jo­sef Man­nert, 1230 Wi­en

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