Nach­hal­tig heißt, in Ge­ne­ra­tio­nen zu den­ken

Die Presse - - FEUILLETON -

Nach­denk­pau­se, ob er wie­der in die Po­li­tik ein­stei­gen wer­de. Ei­nen zeit­li­chen Vor­teil hat die Par­tei, näm­lich das be­reits fest­ste­hen­de Pro­gramm, das von Stra­che schon im Ibi­za-Vi­deo ver­kün­det wur­de.

„Ver­schaf­fen wir der Na­tur ih­ren Platz‘“, LB von Gerd Eg­ger, 7. 12. Ich bin ak­ti­ver Land­wirt. Ich be­trei­be mei­ne Land­wirt­schaft nach­hal­tig, eben­so wie mei­ne Be­rufs­kol­le­gen in Ös­ter­reich. Die an­ge­spro­che­nen fünf Pro­zent mei­ner Flä­che sind be­reits Brach­land. Na­tür­lich kön­nen wir gern mehr Brach­land an­le­gen. Aber ich möch­te zu be­den­ken ge­ben, dass wir von un­se­rem Grund und Bo­den le­ben. Wenn ein Mehr an Brach­land auch dem­ent­spre­chend mit an­ge­pass­ten Pro­dukt­prei­sen ver­gü­tet wird, wird kein Land­wirt dies ab­leh­nen. Aber es darf nicht da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass der Land­wirt Maß­nah­men, die die All­ge­mein­heit wünscht, gra­tis durch­führt. Auch in der Ar­beits­welt wird kei­ner gra­tis ar­bei­ten bzw. so­gar da­für be­zah­len, dass er ar­bei­ten darf.

Die „agrar­las­ti­ge Land­wirt­schaft“er­nährt die Be­völ­ke­rung. Un­ser Feh­ler, dass wir dies tun wol­len und da­für noch ge­de­mü­tigt wer­den. Und das meis­tens von Per­so­nen, die kei­ne Ah­nung ha­ben, wie man Land­wirt­schaft – nach­hal­tig – be­treibt. Nach­hal­tig­keit heißt, in Ge­ne­ra­tio­nen zu den­ken und nicht in Ta­ges-, Mo­nats­o­der Quar­tals­zah­len. Je­der Land­wirt – ob Bio oder kon­ven­tio­nell – hat den Bo­den nur von sei­nen Kin­dern und En­kel­kin­dern ge­pach­tet und muss den Bo­den ge­sund und frucht­bar wei­ter­ge­ben.

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