Gras­sers neue An­kla­ge­bank

Bu­wog-Pro­zess. Die Sitz­ord­nung wur­de ge­än­dert.

Die Presse - - WIEN -

Das ist wohl ein gu­tes Bei­spiel für die viel be­sag­te Iro­nie des Schick­sals: Ex-Fi­nanz­mi­nis­ter Karl-Heinz Gras­ser nahm heu­te, am 131. Ver­hand­lungs­tag des Bu­wog-Pro­zes­ses, erst­mals auf der An­kla­ge­bank Platz. Klingt ver­wir­rend, ist aber so.

Bis­her wa­ren den 14 An­ge­klag­ten und de­ren Ver­tei­di­gern ei­gens auf­ge­stell­te Sitz­rei­hen zu­ge­wie­sen. Weil auf der his­to­ri­schen Ori­gi­nal-An­kla­ge­bank des Gro­ßen Schwur­ge­richts­saals im Straf­lan­des­ge­richt Wi­en der Platz nicht aus­reich­te, sa­ßen die An­ge­klag­ten zu­letzt eben wo­an­ders. Dies pass­te den meis­ten nicht, weil die Sitz­po­si­ti­on nied­rig ist. Nied­ri­ger als die des Pu­bli­kums.

Am Mitt­woch muss­ten aber nur we­ni­ge An­ge­klag­te zum Pro­zess kom­men. Und für die­se Her­ren, dar­un­ter Gras­ser, war Platz ge­nug – ge­nau dort, wo Be­schul­dig­te nor­ma­ler­wei­se sit­zen müs­sen. Rich­te­rin Ma­ri­on Ho­hen­ecker ver­füg­te da­her den Orts­wech­sel. Die An­ge­klag­ten re­agier­ten re­ser­viert. (m. s./APA)

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