Bel­la­ria-Ret­tung – wo?

Ki­no. Fans des Tra­di­ti­ons­be­triebs ge­ben nicht auf.

Die Presse - - WIEN -

Die lan­ge Ge­schich­te des Bel­la­ria-Ki­nos scheint lang­sam ih­rem En­de zu­zu­ge­hen. Den­noch schei­nen vie­le noch auf ei­ne Ret­tung in letz­ter Se­kun­de zu hof­fen. So ver­sam­mel­ten sich am Don­ners­tag, dem letz­ten re­gu­lä­ren Spiel­tag, Stamm­kun­den und Schau­spie­le­rin Wal­traud Haas im Ki­no, um zu zei­gen, wie wich­tig der Er­halt des Tra­di­ti­ons­be­triebs wä­re.

Sie sei schon als Kind hier ins Ki­no ge­gan­gen, wenn sie ei­gent­lich hät­te ler­nen sol­len, er­zähl­te die 92-Jäh­ri­ge vor 50 Per­so­nen. Das Bel­la­ria sei ei­ne In­sti­tu­ti­on, die man nicht auf­ge­ben dür­fe, so die Schau­spie­le­rin. Das Me­di­en­in­ter­es­se war groß, hat­te es doch vor­ab ge­hei­ßen, man wol­le das Ki­no „in ei­ne wür­di­ge Zu­kunft ver­trau­ens­voll über­ge­ben“. Ein Hin­weis auf den Ret­ter des Bel­la­ria? Mit­nich­ten. Die Ver­an­stal­tung war von Fans or­ga­ni­siert, nicht ein­mal Be­trei­ber Erich Hem­mel­may­er war da. Er hat­te an­ge­kün­digt, den Be­trieb ein­zu­stel­len: Zu we­ni­ge Ki­no­be­su­cher und zu ho­he Mie­ten – für die Rä­um­lich­kei­ten und die Fil­me – gab er als Grund da­für an. And­re´ Hel­ler hat­te In­ter­es­se an den Rä­um­lich­kei­ten, wink­te aber ab. Es soll noch drei In­ter­es­sen­ten ge­ben. Bis da­hin wird ge­hofft. Für den Fall der Fäl­le wur­de am Don­ners­tag „Sag zum Ab­schied lei­se Ser­vus“ge­sun­gen. (mpm, twi)

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