Ski­fah­ren: ja, aber mit Pro­gramm am Berg

Salz­bur­ger­land. Zau­chen­see-Al­ten­markt baut sei­ne Ge­nuss-Events wei­ter aus: Mitt­ler­wei­le bremst sich der Win­ter­sport­ler bei klei­nen Pop-up-Sto­res am Berg ein. Vi­el­leicht auf Ski­ern, de­ren Pro­duk­ti­on er be­sich­tigt hat.

Die Presse - - REISEN -

Nicht je­der Win­ter­sport­ler weiß ver­mut­lich, dass in sei­nen Alpin-Ski bis zu 30 ver­schie­de­ne Schich­ten Ma­te­ri­al ste­cken. Zu­min­dest, wenn es sich um Renn­ski mit auf­wen­di­ger Sand­wich-Kon­struk­ti­on han­delt. Da­bei wer­den um ei­nen hoch­wer­ti­gen Holz­kern zwi­schen zwei Stahl­kan­ten Ver­stär­kungs­ma­te­ri­al, Alu­mi­ni­um, Fi­ber­glas, Schaum­mas­se, Me­tall­plat­ten, Dämp­fungs­ma­te­ri­al und Kunst­stoff­fa­sern mit Har­zen un­ter star­ker Hit­ze und Druck in ei­ner Pres­se ver­klebt und mit Fo­li­en über­zo­gen. Als Ski­fah­rer muss man das ge­se­hen ha­ben. Der Ski­ar­ti­kel­her­stel­ler Ato­mic im salz­bur­ge­ri­schen Al­ten­markt im Pon­gau, im Üb­ri­gen Aus­stat­ter von Mi­kae­la Shif­frin und der­einst von Mar­cel Hir­scher, öff­net sei­ne To­re für Werks­füh­run­gen durch die Pro­duk­ti­ons­hal­len. Die weit­aus güns­ti­ge­re Twin-Cap-Kon­struk­ti­on für Ski ist nicht ganz so spek­ta­ku­lär: Zwi­schen die ver­stärk­te, vor­ge­fer­tig­te Ober­flä­che und den Be­lag wird Schaum ge­füllt.

Nicht nur Ski­pro­fis wer­den beim Sport­ar­tik­ler Ato­mic, der auch Sa­lo­mon, Ar­ma­da und Vo­lant pro­du­ziert und mitt­ler­wei­le in chi­ne­si­scher Hand ist, an­ge­spro­chen. Im Ge­gen­teil: Es wird nicht al­lein im Top-Seg­ment pro­du­ziert. Die neue Aus­rüs­tung soll noch mehr Spaß und Con­ve­ni­ence bie­ten, vor al­lem für Ski­an­fän­ger, Wie­der­ein­stei­ger und

Ge­le­gen­heits­fah­rer. Die­se „Sa­vor Se­rie“soll Ski­fah­ren vor al­lem un­be­schwer­ter ma­chen. Heißt: Durch ei­nen Triple Si­de­cut schei­nen die Ski leich­ter, dreh­freu­di­ger. Ein­fach zu be­die­nen sind die Ski­schu­he mit nur ei­ner Schnal­le und ein Skihelm mit in­te­grier­ter Son­nen- be­zie­hungs­wei­se Skibrille.

Das al­les kann der Ski­fah­rer dann in der Nä­he gleich aus­pro­bie­ren, das Ge­biet Al­ten­markt-Zau­chen­see ist qua­si Ziel­grup­pe. Die Pisten sind glatt prä­pa­riert, es gibt vie­le Kurs­an­ge­bo­te und Leih­ma­te­ri­al. Und: Zu stei­len Ab­fahrt gibt es ei­ne blaue Al­ter­na­ti­ve. So­mit kön­nen auch An­fän­ger die drei Ber­ge, die den Tal­kes­sel Zau­chen­see um­ge­ben – Gams­ko­gel, Ross­kopf und Tau­ern­kar – pro­blem­los hin­ab­glei­ten. Nicht sel­ten zischt dann an ei­nem der ehe­ma­li­ge Ab­fahrtsWelt­meis­ter, Olym­pia-Me­dail­len-Ge­win­ner und mehr­fa­che Welt­cup-Sie­ger Michael

Walch­ho­fer vor­bei. Er ist oft aus „Spaß an der Freud“pri­vat auf sei­nen hei­mat­li­chen Hän­gen un­ter­wegs. Und ab und zu be­glei­tet der er­folg­rei­che Ho­te­lier (das Haus liegt di­rekt in Zau­chen­see) auch sei­ne Gäs­te im Ski­ge­biet.

Ge­nuss er­war­tet die Gäs­te nicht nur beim Ski­fah­ren im höchst­ge­le­ge­nen Ski­ge­biet der „Salz­bur­ger Sport­welt“. Das 4400 Ein­woh­ner zäh­len­de Al­ten­markt, ein be­kann­ter Wall­fahrts­ort im aus­ge­hen­den Mit­tel­al­ter, be­sticht heu­te durch ei­nen der schöns­ten Orts­ker­ne Ös­ter­reichs. Die Ge­schäf­te sind lie­be­voll ge­stal­tet, die Lo­ka­le ha­ben ku­li­na­risch ei­ni­ges zu bie­ten. Jetzt im Ad­vent fin­det hier ein idyl­li­scher Weih­nachts­markt statt – nicht laut, son­dern lei­se, oh­ne Ramsch, mit viel re­gio­na­lem Hand­werk.

Al­ten­markts Gas­tro­no­mie ler­nen Gäs­te bei den ku­li­na­ri­schen Spa­zier­gän­gen gut ken­nen: Man ent­deckt neue Re­stau­rants, be­sucht ver­steck­te Lo­ka­li­tä­ten und das Hei­mat­mu­se­um, man be­wegt sich je­den Mitt­woch ab 17 Uhr von ei­ner Ge­nuss-Sta­ti­on zur nächs­ten: zum Bei­spiel zum Markt­er­wirt, dem äl­tes­ten Wirts­haus in Al­ten­markt, oder zur Kral­lin­ger Dor­falm, in Schef­fer’s Ge­nuss-Ate­lier oder in der Schart­ner’s Hüt­te. Dort war­ten die Wir­te nicht nur mit Köst­lich­kei­ten, son­dern auch mit An­ek­do­ten auf.

Der Won­ne­mo­nat in Al­ten­markt-Zau­chen­see ist üb­ri­gens nicht der Mai, son­dern der März. Vom 29. Fe­bru­ar bis 23. März wird hier die „Ge­nuss-Zeit in die Berg“ver­an­stal­tet. Wäh­rend Ski­fah­rer be­reits bis­her beim höchs­ten Bau­ern­markt der Al­pen hei­mi­sche Er­zeug­nis­se wie Kä­se und Wurst­spe­zia­li­tä­ten, Kräut­er­sal­ben und -li­kö­re in ei­ni­gen Ski­hüt­ten er­ste­hen konn­ten, wird die Zeit für Ge­nie­ßer kon­ti­nu­ier­lich deut­lich aus­ge­wei­tet. Beim höchs­ten „Hüt­ten

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