Wie spricht man ein Stern­chen aus?

Die Presse - - DEBATTE -

füll­ba­rem) Kin­der­wunsch ins Aus­land zu schi­cken oder ei­ne un­be­fris­te­te Auf­be­wah­rung von Em­bryo­nen zu for­dern: Dann wird ein­mal die En­kel­toch­ter ih­re ei­ge­ne Tan­te aus­tra­gen.

Die drit­te Op­ti­on – Ver­zicht aufs Wunsch­kind – ist heut­zu­ta­ge nicht mehr op­por­tun.

Es ist un­glaub­lich, wel­che Sor­gen un­se­re Uni­ver­si­tä­ten pla­gen! Wie spricht man ein Stern­chen aus, da­mit sich nicht ir­gend­wer dis­kri­mi­niert fühlt? Erst kürz­lich konn­te ich mehr­mals Uni­ver­si­täts­leh­rern zu­hö­ren. Die ha­ben zum Teil das ge­ne­ri­sche Mas­ku­li­num schon durch das of­fen­bar kor­rek­te­re ge­ne­ri­sche Fe­mi­ni­num er­setzt. Links­ideo­lo­gi­scher fe­mi­nis­ti­scher Sprachum­bau. Dass cir­ca 70 Pro­zent der Be­völ­ke­rung von Gen­de­ris­mus nichts hal­ten und sich von so ei­ner „Spra­che“be­läs­tigt füh­len, kann man da­bei durch­aus ver­nach­läs­si­gen. Das sind eben un­ge­bil­de­te, mo­ra­lisch be­denk­li­che, po­li­tisch un­kor­rek­te Ewig­gest­ri­ge.

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