Ver­läss­lich ist der Drang zu hö­he­ren Aus­ga­ben

Die Presse - - DEBATTE -

„,Pro­gramm ist nur mit Ein­spa­run­gen mög­lich‘“, In­ter­view mit Chris­toph Ba­delt von Ja­kob Zirm, 9. 1. Wi­fo-Chef Ba­delt ar­gu­men­tiert, die er­satz­lo­se Rück­nah­me der im Wahl­kampf be­schlos­se­nen ab­schlags­frei­en Früh­pen­si­on sei „pro­ble­ma­tisch, weil es um die Ver­läss­lich­keit der Po­li­tik geht“. Das­sel­be Ar­gu­ment lässt sich al­ler­dings eben­so gut für die Ab­schaf­fung die­ser Maß­nah­me ein­set­zen. Es soll­te zum Grund­kon­sens der mün­di­gen Be­völ­ke­rung und eben auch der Po­li­tik wer­den, dass Be­schlüs­se kurz vor Wah­len, die oh­ne Rück­sicht auf lang­fris­ti­ge Kos­ten und nur mit dem Blick auf – ver­meint­li­che – Stim­men­ge­win­ne ge­tä­tigt wer­den, nach den Wah­len noch­mals be­wer­tet und ggf. wie­der an­nul­liert wer­den soll­ten. Sonst bleibt als „Ver­läss­lich­keit“ein­zig der ste­te Drang zu im­mer hö­he­ren Aus­ga­ben, was die Po­li­tik­ver­dros­sen­heit der Wäh­ler noch dras­tisch ver­stär­ken dürf­te.

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