Lasst Kurz und sein Team ar­bei­ten!

Die Presse - - DEBATTE -

Zur Be­richt­er­stat­tung über die neue Bun­des­re­gie­rung

Die neue Bun­des­re­gie­rung ist kaum ein paar St­un­den im Amt, er­war­ten sich vor al­lem Me­di­en be­reits kon­kre­te Re­sul­ta­te, Ant­wor­ten und Fi­nan­zie­rungs­plä­ne auf Vor­ha­ben, die oft in die Jah­re rei­chen. Mi­nis­te­rin­nen und Mi­nis­ter müs­sen be­reits am ers­ten Tag ih­res Amts­an­tritts über das Re­gie­rungs­pro­gramm hin­aus Fra­gen be­ant­wor­ten, die sie beim bes­ten Wil­len nicht be­ant­wor­ten kön­nen. Die Pe­ri­ode dau­ert be­kannt­lich fünf Jah­re, und in vie­len Fäl­len kann nie­mand vor­her­sa­gen, wie sich Po­li­tik und Wirt­schaft ent­wi­ckeln. Da fällt mir nur der al­te Wer­be­spruch von 1971 ein, ab­ge­wan­delt auf jetzt: Lasst Kurz und sein Team ar­bei­ten!

Apro­pos Bun­des­kanz­ler, zu des­sen Li­nie ich per­sön­lich ste­he: Im Fall der un­fass­ba­ren Atta­cken auf die neue, ab­so­lut qua­li­fi­zier­te Jus­tiz­mi­nis­te­rin Za­dic´ hät­te man sich deut­li­che­re Wor­te zu de­ren Ver­tei­di­gung und da­mit mehr So­li­da­ri­tät er­war­tet. Man müs­se Der­ar­ti­ges aus­hal­ten, so Kurz. Das war für ei­nen Re­gie­rungs­chef, auf des­sen Schutz auch je­des Mit­glied der an­de­ren Re­gie­rungs­par­tei An­spruch hat, halb­her­zig.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.