Man muss nur ei­ne Re­de von Her­bert Kickl hö­ren

Die Presse - - DEBATTE -

„,Zwei­te Chan­ce‘ für Kanz­ler Kurz“, von Iris Bonavida, 11. 1.

Es be­darf kei­ner Ein­zel­fäl­le, um zu er­ken­nen, dass die FPÖ nicht re­gie­rungs­fä­hig ist. Man muss sich nur ei­ne Re­de von Her­bert Kickl an­hö­ren. Ein moral- und an­stand­be­frei­ter Ex-In­nen­mi­nis­ter be­zeich­net das Do­ku­men­ta­ti­ons­ar­chiv des Wi­der­stan­des un­ge­niert als kom­mu­nis­ti­sche Or­ga­ni­sa­ti­on und den da­für be­zo­ge­nen Ord­nungs­ruf als un­de­mo­kra­tisch. Macht sich lus­tig über Gre­ta Thun­berg, oh­ne dass er oder sei­ne Par­tei kon­struk­ti­ve Ide­en für die Be­kämp­fung des Kli­ma­wan­dels bei­tra­gen könn­ten. Be­feu­ert den Shits­torm ge­gen die Jus­tiz­mi­nis­te­rin, statt sei­ne Ge­sin­nungs­ge­nos­sen für ih­re Hass­pos­tings zu­recht­zu­wei­sen. Al­ma Za­dic´ ist ei­ne an­stän­di­ge und fä­hi­ge Ju­ris­tin, ihr Ver­fah­ren ist üb­ri­gens ein me­di­en- und nicht ein straf­recht­li­ches, wie die FPÖ wi­der bes­se­res Wis­sen be­haup­tet. Kickl re­kla­miert, dass Hei­mat im Re­gie­rungs­pro­gramm zu we­nig oft vor­kom­me. Über­flüs­sig, an die Ver­su­che zu er­in­nern, un­se­re Hei­mat zu ver­scha­chern. Ver­wun­der­lich, dass im­mer noch so vie­le Ös­ter­rei­cher die FPÖ ge­wählt ha­ben.

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