Die Presse

Eu­ro­pa, Corona und De­mo­kra­tie

Hoch­ran­gi­ge Po­li­ti­ker aus Ös­ter­reich, Un­garn, Bos­ni­en­Her­ze­go­wi­na, Al­ba­ni­en und der Slo­wa­kei dis­ku­tier­ten über die Grund­wer­te Eu­ro­pas.

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Wir ha­ben uns dar­auf ge­ei­nigt, die EU auf Grund­sät­zen auf­zu­bau­en. Die­se sind De­mo­kra­tie, Rechts­staat­lich­keit und Men­schen­rech­te“, be­ton­te Ka­ro­li­ne Edt­stad­ler, Mi­nis­te­rin für EU und Ver­fas­sung. Sie ver­wies dar­auf, dass es ob­jek­ti­ve Mecha­nis­men brau­che, um die Ein­hal­tung die­ser „co­re va­lues“zu über­prü­fen. „Wir müs­sen die­se Wer­te ein­for­dern, aber in ei­ner Art und Wei­se, dass man sich in die Au­gen schau­en kann“, er­klär­te sie auf der Ver­an­stal­tung.

Ju­dit Var­ga, Jus­tiz­mi­nis­te­rin von Un­garn und live zu­ge­schal­tet aus Bu­da­pest, führte aus, dass die un­ga­ri­sche Ver­fas­sung ge­wis­se Maß­nah­men vor­se­he, um ei­ne Pan­de­mie zu be­kämp­fen.

„Das Par­la­ment und die De­mo­kra­tie ha­ben ver­fas­sungs­kon­form re­agiert“, be­ton­te sie. Die Nachrichte­n über den Um­gang Un­garns mit der De­mo­kra­tie sieht sie als nicht ge­recht an, denn: „Ähn­li­che Ge­set­ze ge­be es über­all, aber bei Un­garn sei man im­mer be­son­ders er­schro­cken.“

Ge­mein­sa­mes Vor­ge­hen

Žel­j­ka Cvi­ja­no­vić, die Prä­si­den­tin der Re­pu­bli­ka Srps­ka (Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na) mein­te, es ge­be der­zeit drän­gen­de Her­aus­for­de­run­gen und be­kräf­tig­te, dass man Teil der EU wer­den möch­te. Sie wür­de es be­grü­ßen, wenn die EU mehr ge­mein­sam vor­gin­ge. Eu­ro­pa sol­le fun­da­men­ta­le Prin­zi­pi­en ha­ben und sich nicht ab­len­ken las­sen.

An die­ser Stel­le schal­te­te sich auch die Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin des Re­gio­nal Co­ope­ra­ti­on Coun­cil (RCC) Ma­j­lin­da Bre­gu ein, die per Vi­deo­schal­tung aus Sa­ra­je­vo teil­neh­men konn­te. Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on ha­be viel Un­ter­stüt­zung auf den Weg ge­bracht, als der Lock­down da war. Die EU ha­be ih­re Ver­pflich­tun­gen er­füllt. „Es war sehr wich­tig für uns, zu se­hen, dass wir nicht al­lein­ge­las­sen wer­den.“

„Es sei un­be­dingt not­wen­dig, ei­nen Dia­log in ganz Eu­ro­pa zu füh­ren, über die rich­ti­ge Ba­lan­ce zwi­schen der Be­schnei­dung fun­da­men­ta­ler Bür­ger­rech­te und not­wen­di­gen Maß­nah­men im Kampf ge­gen Co­vid19“, so die slo­wa­ki­sche Jus­tiz­mi­nis­te­rin Má­ria Kolí­ko­vá. Dies sei ein Pro­zess, bei dem wir uns erst in der Mit­te be­fin­den. Nach ih­rer An­sicht sei die­ser Pro­zess auch nie zu En­de: „Wenn man über De­mo­kra­tie spricht, müs­se die­se Dis­kus­si­on über staat­li­che Maß­nah­men und Frei­hei­ten im­mer ge­führt wer­den.“

 ??  ?? Der Stel­len­wert von For­schung spiel­te ei­ne gro­ße Rol­le beim Pa­nel Me­di­zin­for­schung und Pan­de­mi­en mit Eva Schern­ham­mer, The­re­se Niss, Alen Šera­nić, Mo­de­ra­tor Rei­tan, Bar­ba­ra Weit­gru­ber, As­trid Mül­ler, Nor­bert No­wot­ny und Bar­ba­ra Prain­sack (v. l. n. r.).
Der Stel­len­wert von For­schung spiel­te ei­ne gro­ße Rol­le beim Pa­nel Me­di­zin­for­schung und Pan­de­mi­en mit Eva Schern­ham­mer, The­re­se Niss, Alen Šera­nić, Mo­de­ra­tor Rei­tan, Bar­ba­ra Weit­gru­ber, As­trid Mül­ler, Nor­bert No­wot­ny und Bar­ba­ra Prain­sack (v. l. n. r.).
 ?? [ Al­le Fo­tos: Franz Neumayr|IRE ] ?? Der Gre­en De­al wird wei­ter­ge­hen, dar­über wa­ren sich die Dis­ku­tan­ten ei­nig. Am Pa­nel mit Rai­ner No­wak de­bat­tier­ten Micha­el Stau­din­ger, Pe­ter Gif­fin­ger, Micha­el Strugl, Ha­rald St­indl, Hel­ga Kromp-Kolb, Michae­la Ka­ni­ber, Magnus Brun­ner (v. l. n. r.).
[ Al­le Fo­tos: Franz Neumayr|IRE ] Der Gre­en De­al wird wei­ter­ge­hen, dar­über wa­ren sich die Dis­ku­tan­ten ei­nig. Am Pa­nel mit Rai­ner No­wak de­bat­tier­ten Micha­el Stau­din­ger, Pe­ter Gif­fin­ger, Micha­el Strugl, Ha­rald St­indl, Hel­ga Kromp-Kolb, Michae­la Ka­ni­ber, Magnus Brun­ner (v. l. n. r.).

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