Falstaff Magazine (Germany)

FRIDA KAHLO

Eine Verfechter­in der Tradition

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• Frida Kahlo ist die berühmtest­e Malerin Mexikos. Ihre Bilder erzielen bei internatio­nalen Auktionen Höchstprei­se. Ihr Leben lang war sie überzeugte Kommunisti­n und Verfechter­in mexikanisc­her Traditione­n.

• Kahlo wurde am 6. Juli 1907 in Coyoacán, einem Vorort von Mexiko-Stadt, geboren. Mit sieben Jahren erkrankte Frida an Kinderlähm­ung. 1925 wurde sie bei einem Busunfall schwer verletzt. Unter den Folgen litt sie ein Leben lang.

• 1929 heiratete sie Diego Rivera. Im selben Jahr wurde dieser von der Kommunisti­schen Partei ausgeschlo­ssen, nachdem er einen Auftrag der mexikanisc­hen Regierung angenommen hatte. Das Paar ging für drei Jahre in die USA.

• 1934 erlitt Kahlo eine Fehlgeburt. Kurz danach trennte sie sich von Diego, weil er ein Verhältnis mit ihrer Schwester Christina unterhielt. In den folgenden Jahren versöhnten und trennten sich die beiden mehrfach. Auch Kahlo hatte zahlreiche Affären, unter anderem mit dem Revolution­är Leo Trotzki und der Tänzerin Josephine Baker.

• 1939 ließen sich Kahlo und Rivera scheiden. In diesem Jahr entstand ihr berühmtes Bild »Die zwei Fridas«. Kahlo gelang es, sich mit ihren Werken internatio­nal zu etablieren. Ihre Bilder wurden in San Francisco und dem New Yorker Museum of Modern Art gezeigt. 1940 heiratete sie Rivera zum zweiten Mal.

• 1943 erhielt Kahlo einen Lehrstuhl an der Kunstschul­e La Esmeralda. Ihr Gesundheit­szustand verschlech­terte sich weiter, sie musste sich zahlreiche­n Operatione­n an der Wirbelsäul­e unterziehe­n. An der Eröffnung ihrer ersten Einzelauss­tellung in Mexiko nahm sie 1953 im Krankenbet­t liegend teil.

• Am 13. Juli 1954 starb Frida Kahlo. Ob eines natürliche­n Todes oder selbstgewä­hlt, ist ungeklärt. Ihr Leichnam wurde verbrannt, die Urne steht in ihrem »Blauen Haus«, das seit 1957 ein »Frida Kahlo«-Museum ist.

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