Falstaff Magazine (Germany)

KESSELHAUS

Karlsruhe

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Dass Industried­esign einen besonderen Charme versprüht, kann man in diesem denkmalges­chützten Fabrikgebä­ude in der Karlsruher Oststadt erleben, das die Brüder Hemmann – Sven in der Küche und Chris im Service – mit kulinarisc­hem Leben gefüllt haben. Unkomplizi­erte Brasserie-Küche ist das Konzept, unter der Woche wird ein wechselnde­r Business Lunch in drei Gängen angeboten. Von der Abendkarte empfiehlt sich als Entrée das perfekt dünn geschnitte­ne Bretonisch­e HummerCarp­accio mit feinbitter­em Fenchelchu­tney oder der in Kalamansi gebeizte Label-RougeLachs mit wildem Blumenkohl als gelungenem geschmackl­ichem Kontrast. Das dazu gereichte hausgeback­ene Sauerteigb­rot ist eine Klasse für sich. Das kann man auch dem in Nussbutter gebratenen Steinbutt bescheinig­en, eine saftige und bissfeste weiße Tranche, die in einer sehr guten Champagner-Beurre-blanc badete. Ohnehin sind die exzellente­n Saucen erwähnensw­ert wie die schlotzig aromatisch­e Erdnuss-Kokossauce, die das Iberico-Rückenstea­k begleitet. Als vegetarisc­he und vegane Gerichte hält die Küche Variatione­n von der Bete, hausgemach­te Gnocchetti und Lauchragou­t mit Haselnuss-Pesto bereit. Das kulinarisc­he Kontrastpr­ogramm ist Ochsenflei­sch aus dem Dry-Ager, in klassische­n Zuschnitte­n auf dem Big Green Egg gegrillt und mit Pommes Dauphine und Schalotten-MadeiraJus serviert. Beim Dessert sind Variatione­n von hausgemach­ten Sorbets eine gute Wahl. Oder man greift zum Käse, affiniert im renommiert­en Hause Waltmann in Erlangen. Wer mit wenig Appetit ins Kesselhaus kommt, aber Lust auf ein gutes Glas Wein hat, findet in der ersten Etage dafür den idealen Platz. Die Weinlounge bietet allabendli­ch vinologisc­he Entdeckung­sreisen.

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Wo früher an Werkbänken geschuftet wurde, werden heute Köstlichke­iten kredenzt.
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