Ge­kün­dig­ter Pfle­ger soll Heim be­dro­hen: Se­cu­ri­ty vor Ge­bäu­de

Lei­tung in Tulln um Si­cher­heit be­sorgt – auch An­zei­ge bei der Po­li­zei

Heute - Niederösterreich Ausgabe - - Niederösterreichheute - Von Micha­el No­wak

Nach sei­nen schwe­ren Vor­wür­fen ge­gen zwei Kol­le­gin­nen im Pfle­ge­heim Tulln, die Pa­ti­en­ten se­xu­ell be­läs­tigt und falsch be­han­delt ha­ben sol­len („ Heu­te“be­rich­te­te), woll­te Micha­el Sall­fell­ner (29) jetzt sei­ne Di­enst­schlüs­sel zu­rück­brin­gen. Er wur­de von zwei Se­cu­ri­tys in Emp­fang ge­nom­men, die ihm den Ein­lass ver­wehr­ten: Er ha­be Haus­ver­bot.

Der Grund: Sall­fell­ner soll nach sei­ner Kün­di­gung ge­fähr­li­che Dro­hun­gen ge­gen Ex-Kol­le­gen aus­ge­spro­chen ha­ben.

„Wir ha­ben des­halb zwei Se­cu­ri­ty-Mit­ar­bei­ter an­ge­stellt. Das soll das sub­jek­ti­ve Si­cher­heits­ge­fühl im Heim för­dern. Die Po­li­zei kann schließ­lich nicht im­mer vor Ort sein“, er­klärt Ot­to Hu­ber, Lei­ter der Lan­des­be­treu­ungs­zen­tren. Sall­fell­ner soll zu­dem auch auf Face­book ge­droht ha­ben, „et­was ab­zu­fa­ckeln“.

Der Pfle­ger selbst de­men­tiert das. „Ich kann mir das nicht er­klä­ren, ha­be nie-

M. Sall­fell­ner

man­den be­droht. Ich ha­be nur ge­schrie­ben ‚jetzt brennt’s‘ – aber da­mit die Ge­samt­si­tua­ti­on ge­meint und si­cher nicht, dass ich et­was an­zün­den wer­de“, sagt er. Kon­takt zu Ex-Kol­le­gen ha­be er ab­ge­bro­chen, er samm­le aber wei­ter Be­wei­se. Auch bei der Po­li­zei wur­de An­zei­ge er­stat­tet. Die Exe­ku­ti­ve be­stä­tigt die­se ge­gen­über „Heu­te“, ei­ne aku­te Ge­fähr­dung ha­be man aber nicht aus­ma­chen kön­nen

(l.) und Se­cu­ri­ty

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