Ro­bo­ter ver­tritt kran­ke Kin­der in der Schu­le

Heute - Niederösterreich Ausgabe - - Weltheute - Von Ger­hard Plott

Der Ro­bo­ter heißt „AV1“und hat nur ei­nen Job: Der klei­ne Avat­ar er­mög­licht chro­nisch kran­ken Kin­dern, am Schul­un­ter­richt von zu Hau­se aus teil­zu­neh­men. 807 Ge­rä­te sind schon im Ein­satz.

Das Ding er­in­nert an ei­ne Kreu­zung zwi­schen Kü­chen­waa­ge und Stand­mi­xer. „AV1“ist rund 30 Zen­ti­me­ter hoch und wiegt ein Ki­lo­gramm. Der Ro­bo­ter hat zwar we­der Ar­me noch Bei­ne, da­für aber ei­ne Ka­me­ra, ei­nen Laut­spre­cher, ein Mi­kro­fon und zwei LED-Au­gen. Er ist ein steu­er­ba­rer Ava-

tar für Schü­ler, die ans Kran­ken­bett ge­fes­selt sind. Mit ihm kann sich das Kind so­gar im Un­ter­richt zu Wort mel­den, in- dem die LED-Au­gen am Kopf auf­leuch­ten, so­gar per Mi­kro­fon und Laut­spre­cher mit der Leh­re­rin re­den. Und zum Trat- schen hat „AV1“ei­ne Flüs­ter­tas­te. Be­dient wird al­les via Han­dy-App.

Er­fun­den wur­de der Ro­bo­ter vom nor­we­gi­schen Pro­jekt „No Iso­la­ti­on“. In Deutsch­land, der Schweiz, Schwe­den, Groß­bri­tan­ni­en und den Nie­der­lan­den sind be­reits 807 Avat­are im Ein­satz. Laut „No Iso­la­ti­on“ha­ben auch schon ös­ter­rei­chi­sche Schu­len an­ge­fragt. Bil­lig ist der Ro­bo­ter nicht: Mo­nat­lich kos­tet er rund 200 Eu­ro Leih­ge­bühr

So sieht das kran­ke Kind den Un­ter­richt.

„ AV1“soll Kin­dern als Au­ge und Ohr die­nen.

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