Ro­ter wählt Blau­en zu Stif­tungs­rat-Chef

Ex-Vi­ze­kanz­ler Nor­bert Ste­ger zu neu­em Vor­sit­zen­den ge­wählt

Heute - Oberösterreich Ausgabe - - Vorderseite -

Seit der Na­tio­nal­rats­wahl ist das 35-köp­fi­ge Auf­sichts­gre­mi­um des ORF tür­kis-blau do­mi­niert. Ges­tern voll­zog der Stif­tungs­rat mit der Wahl Nor­bert Ste­gers zum Vor­sit­zen­den den lo­gi­schen Macht­wech­sel im Gre­mi­um. Er lös­te SPÖ-Po­li­ti­ker Diet­mar Ho­scher ab.

Ste­ger er­hielt mit 25 Stim­men ei­ne grö­ße­re Mehr­heit, als es die Zu­sam­men­set­zung des Ra­tes er­war­ten ließ: Denn es sit­zen nur 23 de­zi­diert tür­kis­blaue Mit­glie­der im Stif­tungs­rat. Für Ste­ger vo­tier­te aber auch der Ver­tre­ter der ka­tho­li­schen Kir­che, Al­f­red Trendl, und der SPÖ-Län­der­ver­tre­ter aus dem Bur­gen­land, Wer­ner Dax. Dort re­giert Rot-Blau.

Bis kurz vor dem Wahl­gang soll es laut In­si­dern meh­re­re Te­le­fo­na­te zwi­schen der SP-Bur­gen­land und FP-Spit­zen­po­li­ti­kern ge­ge­ben ha­ben. Die SPFrak­ti­on war über Dax’ Stim­me für Ste­ger – we­nig über­ra­schend – not amu­sed.

Ste­ger selbst gilt am Kü­nigl­berg als „blau­es Tuch“. Er hat­te heu­er be­reits ORF-Jour­na­lis­ten öf­fent­lich und sehr scharf kri­ti­siert und auch in den Lan­des­stu­di­os Är­ger aus­ge­löst, als er vor­schlug, doch we­ni­ger Län­der­ver­tre­ter ins Auf­sichts­gre­mi­um zu be­stel­len.

Ste­gers Stell­ver­tre­ter wird, wie schon un­ter Ho­scher, der bür­ger­li­che Franz Med­we­ni­tsch. Er sitzt künf­tig auch dem Pro­gramm-Aus­schuss vor. Die Fi­nanz-Agen­den über­nimmt wie­der Tho­mas Zach. Er ist der Chef des VP-na­hen Freun­des­krei­ses

ORF-Ge­ne­ral­di­rek­tor Wra­betz (l.) mit dem neu­en Stif­tungs­ratchef Ste­ger

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