AMS muss 40 Mil­lio­nen Eu­ro Not­stands­hil­fe nach­zah­len!

Heute - Oberösterreich Ausgabe - - Politik Heute - Von Ro­bert Zwi­ckels­dor­fer

Das AMS hat kei­nen gu­ten Lauf. Zu­erst ei­ne Kopf­wä­sche für die Vor­stän­de we­gen ei­nes in­ter­nen Kon­troll­be­richts, jetzt die nächs­te Pan­ne: Man muss 40 Mio. Eu­ro vor­ent­hal­te­ne Not­stands­hil­fe nach­zah­len.

Wer fiel um Geld um? Mehr als 150.000 Ar­beit­neh­mer, die …

■ … in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren Not­stands­hil­fe be­zo­gen,

■ … vor der Ar­beits­lo­sig­keit ein Ein­kom­men un­ter 2.300 Eu­ro er­hal­ten und

■ … An­spruch auf zu­min­dest ei­nen Fa­mi­li­en­zu­schlag hat­ten.

Das hat jetzt der V er wal tungs ge­richts­hof in ei­nem von derAK an­ge­streng­ten Ver­fah­ren ent­schie­den.

Das AMS muss des­halb tief in die Ta­sche grei­fen: Laut So­zi­al­mi­nis­te­rin Har­tin­ger (FP) sind Nach­zah­lun­gen in Hö­he von 40 Mio. Eu­ro nö­tig. Heißt: Im Schnitt er­hält je­der Be­trof­fe­ne rund 260 € re­tour.

Die Mi­nis­te­rin will sich für ei­ne ra­sche und un­bü­ro­kra­ti­sche Aus­zah­lung ein­set­zen. Be­trof­fe­ne wer­den vom AMS di­rekt an­ge­schrie­ben. Das Schrei­ben ent­hält ei­nen An­trag, mit dem der zu nied­rig be­rech­ne­te Er­gän­zungs­be­trag nach­ge­for­dert wer­den kann. „Wer kein Schrei­ben er­hält, des­sen Leis­tungs­be­zug wur­de kor­rekt be­rech­net“, so Har­tin­ger.

„Jetzt muss rasch nach­ge­zahlt wer­den. Für uns ist das nicht nur ei­ne Fra­ge so­zia­ler Ge­rech­tig­keit, es ist auch ei­ne Fra­ge der Rechts­staat­lich­keit“, so die neue AK-Prä­si­den­tin An­derl

Das AMS (r. Vor­stand Kopf) hat Not­stands­hil­fe falsch be­rech­net.

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