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Heute - Oberösterreich Ausgabe - - AppHeute -

was da ab­ge­bil­det wird. Mir fehlt es an der Ver­mitt­lung von Be­geis­te­rung. Ich ha­be manch­mal das Ge­fühl, dass Ju­gend­li­che von der leid­vol­len Schul­zeit in die leid­vol­le Ar­beit hin­über­glei­ten. Denn es wird ver­mit­telt: Von 9 bis 16 Uhr geht’s dir schlecht, weil da musst du ar­bei­ten, und das Le­ben be­ginnt nach 16 Uhr. Und das ist nicht nur Auf­ga­be der Schu­le.

Nigl: Die dua­le Aus­bil­dung liegt in ers­ter Li­nie beim Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um. Da be­müht man sich et­was zu tun mit den neu­en Lehr­be­ru­fen. Wenn ich ins Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um bli­cke, die küm­mern sich um No­ten,

Ent­stau­ben der al­ten Lehr­plä­ne not­wen­dig

aber nicht um die ver­staub­ten Lehr­plä­ne seit 20 Jah­ren, ob­wohl die mitt­ler­wei­le ei­nem viel schnel­le­ren Zy­klus un­ter­lie­gen. Es wird sehr viel Geld für Ar­beits­lo­se aus­ge­ge­ben, aber für je­ne, die in die Ar­beit drän­gen von der Schu­le, wird am we­nigs­ten aus­ge­ge­ben.

An­ge­lo: Auch die Un­ter­neh­men ha­ben ei­ne Ver­pflich­tung. Zum AMS kom­men Men­schen in Kri­sen­si­tua­tio­nen, da ist es nicht im­mer ganz leicht mit Um­schu­lun­gen in spä­ten Le­bens­pha­sen.

Kraus: Wir ha­ben ei­ne Top-In­fra­struk­tur im Land, die wir nut­zen müs­sen. Das be­deu­tet aber auch, dass wir be­reit sein müs­sen, ei­nen Teil des Bil­dungs­auf­trags zu über­neh­men – et­wa mit Fach­hoch­schu­len, die an uns her­an­tre­ten, ei­nen ge­mein­sa­men Stu­di­en­gang ent­wi­ckeln. Das be­deu­tet aber auch, Res­sour­cen zur Ver­fü­gung zu stel­len und En­er­gie zu in­ves­tie­ren.

Alois Hu­ber (li, mit Franz Nigl) plä­diert für die Ver­mitt­lung von Soft-Skills.

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