Die­ser Mann be­sitzt nur 64 Ge­gen­stän­de

„Mi­ni­ma­list“kün­dig­te Woh­nung und lebt seit­her aus dem Kof­fer

Heute - Wien Ausgabe - - Vorderseite - Von Isa­bel­la Mar­tens

Céd­ric Wald­bur­ger hat kei­ne Woh­nung, al­les, was er braucht, passt in ei­nen Kof­fer. War­um der Schwei­zer zum „Mi­ni­ma­lis­ten“wur­de, ob es glück­lich macht

Je­der Mensch be­sitzt im Schnitt 10.000 Din­ge, Céd­ric Wald­bur­ger nur 64. Vor Jah­ren be­gann er, über sein Hab und Gut Buch zu füh­ren – und kam zum Ent­schluss, das ihn sein Be­sitz (600 Sa­chen) be­sitzt.

Din­ge, die er nicht be­nö­tig­te, gab er in ein Sa­ckerl, brauch­te er sie 90 Ta­ge lang nicht, warf er sie weg. „Ich be­sit­ze nichts mit emo­tio­na­lem Wert“, sagt er. Per­sön­li­che Ge­gen­stän­de di­gi­ta­li­sier­te er vorm Weg­wer­fen.

Wald­bur­ger ist Tech-Un­ter­neh­mer, 300 Ta­ge im Jahr auf Ach­se, fliegt 120 Mal. Sei­ne Woh­nung kün­dig­te er im Vor­jahr.

We­nig zu be­sit­zen ist für den Schwei­zer Mit­tel zum Zweck: „Ich kann mich so aufs We­sent­li­che kon­zen­trie­ren: auf mei­ne Beziehung (er ist ver­lobt, Anm.) und auf mei­ne Ar­beit.“

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