Kein Geld in der Kri­se: Sturm auf die Pfand­lei­her

Heute - Wien Ausgabe - - Co­ro­naheu­te -

Nicht nur im Bau­markt war der An­drang groß: Seit Di­ens­tag ha­ben auch die Pfand­lei­her ih­re Tü­ren wie­der ge­öff­net. Vie­le Kun­den stan­den ges­tern bis zu ei­ner St­un­de lang in der War­te­schlan­ge.

Uh­ren, Schmuck, Mün­zen: Beim Pfand­lei­her kommt man in fi­nan­zi­el­len Not­la­gen schnell an Bar­geld – und das nüt­zen Ös­ter­rei­cher in der Kri­se mehr denn je: „Es herrscht sehr viel An­drang, fast wie bei den Bau­märk­ten. Die Kun­den ste­hen bis zu ei­ner St­un­de vor den Fi­lia­len Schlan­ge. In der Lug­ner Ci­ty in Wien muss­ten wir so­gar zwei Si­cher­heits­kräf­te an­stel­len“, er­zählt Mi­cha­el Holub­ow­sky, Be­reichs­lei­ter von Do­ro­the­um Pfand. Zwei bis drei Kun­den

dür­fen ma­xi­mal in die Fi­lia­len, na­tür­lich nur mit Mund­schutz. „Die Leu­te sind aber wirk­lich ge­dul­dig“, so Holub­ow­sky. Um dem An­sturm ent­ge­gen­zu­wir­ken, hat das Do­ro­the­um jetzt so­gar ei­ne On­li­ne-be­leh­nung ein­ge­führt.

Auch bei Ju­we­lier Özay auf der Ma­ria­hil­fer Stra­ße steht, wie bei vie­len sei­ner Kol­le­gen, das Han­dy nicht still. Da­mit Kun­den nicht auf der Stra­ße Schlan­ge ste­hen, muss man sich te­le­fo­nisch ei­nen Ter­min aus­ma­chen. „Die Nach­fra­ge ist enorm groß. Vie­le ha­ben ih­ren Job ver­lo­ren und brau­chen jetzt ganz drin­gend Geld“, so Ge­schäfts­füh­rer Be­kir Özay zur trau­ri­gen Si­tua­ti­on

An­sturm auf die Do­ro­the­um-fi­lia­le in der Lug­ner Ci­ty

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