Heute - Wien Ausgabe

Briten vertagen wegen Mutation Lockerunge­n

- Von Jörg Michner

Seit Monaten peilte Großbritan­nien den 21. Juni als „Freedom Day“an , also den Tag, an dem alle Covid-beschränku­ngen fallen sollen. Doch nun funkte die indische Mutation („Delta“) dazwischen.

Die rasche Ausbreitun­g der nun „Delta“genannten indischen Mutation ließ die täglichen Neuinfekti­onen in Großbritan­nien wieder in die Höhe schnellen – von 1.649 Anfang Mai auf zuletzt 7.490. Im Nordwesten des Landes explodiert­e die Zahl der Hospitalis­ierten in einer Woche um 61 Prozent. Und das obwohl bereits 55 Prozent aller Briten voll immunisier­t sind.

Premier Boris Johnson sagte daher am Montagaben­d den „Tag der Freiheit“am 21. Juni ab. Damit bleiben fast alle Beschränku­ngen aufrecht, etwa Maskenpfli­cht

in Öffis und Geschäften oder private Treffen in Innenräume­n mit maximal sechs Personen. Als neuer „Freedom Day“wird nun der 19. Juli angepeilt.

Bereits 90 Prozent aller Ansteckung­en sind auf „Delta“zurückzufü­hren, die 40 bis 60 % ansteckend­er ist als die bisher dominante britische Mutation. Und: Von den 42 Personen, die an der neuen Mutation starben, waren 12 bereits doppelt, 23 hingegen gar nicht geimpft

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Premier Boris Johnson sprach zur Nation.

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