Koh­len­hy­dra­te – ge­liebt und ver­pönt

Bö­se Dick­ma­cher oder tol­le Krafts­pen­der – die­se Ener­gie­lie­fe­ran­ten kön­nen bei­des sein.

Iss Dich Jung! - - DIE KRAFT DER NATUR -

es ist ja wirk­lich zu dumm, dass aus­ge­rech­net die So­ja­boh­ne, ei­ner der bes­ten, weil wert­volls­ten Koh­len­hy­drat-lie­fe­ran­ten und Nähr­wert­spen­der, so aus­drucks­los und lang­wei­lig schmeckt. Und die­se beige­far­be­ne Hül­sen­frucht wei­gert sich auch noch da­zu hart­nä­ckig, beim Kochen an­de­re Aro­men an­zu­neh­men. Nun ja, man kann ja viel­leicht auf die et­was aus­drucks­stär­ke­ren, ge­rös­te­ten So­ja­boh­nen zu­rück­grei­fen oder ganz stark mit Kräu­tern wür­zen . . .

Oder man nimmt gleich Brot und Nu­deln aus Voll­korn­ge­trei­de so­wie Kar­tof­feln, die ma­chen un­se­rem Or­ga­nis­mus eben­falls Freu­de, die­nen nicht nur dem Ge­hirn als Fut­ter, son­dern auch als Treib­stoff für die Mus­keln. Koh­len­hy­dra­te soll­ten rund zwei Drit­tel ei­ner ver­nünf­ti­gen, aus­ge­wo­ge­nen Er­näh­rung aus­ma­chen, wir brau­chen sie als wich­ti­ge Ener­gie­quel­le, als Treib­stoff für un­se­re Ak­ti­vi­tä­ten.

Doch es kommt da­bei sehr dar­auf an, WIE sie ge­baut sind – Koh­len­hy­dra­te kön­nen Hel­fer un­se­rer Gesundheit sein, aber auch un­ser Feind.

Raf­fi­nier­ter Zu­cker et­wa über­schwemmt das Blut, der Kör­per muss mit die­sem Over­kill fer­tig wer­den und ihn ein­und ab­bau­en. Al­so schüt­tet die Bauch­spei­chel­drü­se wie ver­rückt In­su­lin aus. Das wil­de Auf und Ab macht ziem­lich müde. Au­ßer­dem er­höht ein stän­di­ger ho­her In­su­lin­pe­gel das Krebs­ri­si­ko. Fruc­to­se (et­wa Corn­si­rup, wie in Ame­ri­ka weit ver­brei­tet) geht so­fort ins Blut, au­ßer­dem macht sie süch­tig und be­las­tet un­ge­mein die Le­ber. Man spricht dann gar von ei­ner „Men­schen­stopf­le­ber“. Ver­steck­ter Zu­cker fin­det sich aber oft auch im Müs­li, bei Fer­tig­ge­rich­ten, in Sau­cen und im Ketch­up. Auch wei­ßes Mehl wird so­fort re­sor­biert und da­mit ver­hält­nis­mä­ßig schnell ins Blut ge­schleu­dert.

Als Leit­re­gel gilt: Je mehr der Kör­per selbst auf­zu­lö­sen, ab­zu­ar­bei­ten und auf­zu­schlüs­seln hat – et­wa beim Es­sen ei­nes Ap­fels –, des­to mehr hilft es dem An­tiaging. Stär­ke und Zu­cker ge­lan­gen dem­nach am bes­ten schön lang­sam über den Darm ins Blut.

War­um Voll­korn­brot? Da­bei ist die rich­ti­ge Ver­ar­bei­tung des Ge­trei­des zu Mehl sehr wich­tig. Al­so: Die Hül­le und der Keim­ling dür­fen nicht ent­fernt wer­den, weil ge­ra­de da ja wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe drin­nen sind. Und die Bal­last­stof­fe wir­ken po­si­tiv auf den Cho­le­ste­rin­spie­gel, die Bvit­ami­ne stär­ken Haa­re und Nä­gel.

Nu­deln aus grob ge­mah­le­nem Ge­trei­de (et­wa Hart­wei­zen­grieß, „gra­no du­ro“) sind sehr zu emp­feh­len, sie ha­ben bei rich­ti­ger Zu­be­rei­tung den bes­ten Biss. Und auch dunk­le Scho­ko­la­de: je hö­her der Ka­kao­an­teil (ab 60 % bis 70%), des­to ge­sün­der. Die Fla­vo­n­o­le sind An­ti­oxi­dan­ti­en und tun dem Herz gut. Und auch die Ge­dächt­nis­leis­tung kann mit dem ge­pfleg­ten Scho­ko­ver­zehr er­höht wer­den.

Seit fast 5000 Jah­ren wird MAIS an­ge­baut, es gibt rund 300 ver­schie­de­ne Sor­ten. So ein gel­ber Kol­ben ist reich an Nähr­stof­fen, er ent­hält Koh­len­hy­dra­te, Fett, Ei­weiß, Mi­ne­ral­stof­fe (Kal­zi­um, Ka­li­um, Phos­phor und Ei­sen) und Vit­ami­ne. Sein ho­her...

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