Zu we­nig Kon­trol­le bei Kin­dern

Zahl der Emp­fän­ger im Aus­land stieg fast um Fak­tor 100.

Kleine Zeitung Kaernten - - Politik -

Die Zahl der im Aus­land le­ben­den Kin­der, für die Ös­ter­reich Fa­mi­li­en­bei­hil­fe aus­zahlt, dürf­te sich seit Be­ginn des Jahr­hun­derts fast ver­hun­dert­facht ha­ben. Wie der Rech­nungs­hof in ei­nem am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Be­richt fest­hält, ha­ben 2002 rund 1.500 im Aus­land le­ben­de Kin­der Fa­mi­li­en­bei­hil­fe be­zo­gen, 2016 wa­ren es an die 130.000.

Das geht vor al­lem auf die EU-Os­ter­wei­te­rung zu­rück: Die Hälf­te der Zah­lun­gen für im Aus­land le­ben­de Kin­der floss 2016 an Fa­mi­li­en in Un­garn und der Slo­wa­kei, 40 Pro­zent nach Po­len, Ru­mä­ni­en, Slo­we­ni­en und Tsche­chi­en.

Ins­ge­samt macht der An­teil der Fa­mi­li­en­bei­hil­fe für im Aus­land le­ben­de Kin­der aber trotz die­ses An­stie­ges nur vier Pro­zent der ins­ge­samt aus­ge­zahl­ten 4,7 Mil­li­ar­den Eu­ro aus – rund 291 Mil­lio­nen.

An­ge­sichts des Aus­ma­ßes die­ser För­de­rung kri­ti­siert der Rech­nungs­hof, dass die Kon­trol­len für den Be­zug der Fa­mi­li­en­bei­hil­fe bei In- wie Aus­län­dern nicht aus­rei­chend sei­en: In der Re­gel wur­den 18 Jah­re lang kei­ner­lei Über­prü­fun­gen vor­ge­nom­men, ob der An­spruch weg­ge­fal­len wä­re.

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