Jen­seits des Er­träg­li­chen

Wie ein FPÖ-Po­li­ti­ker den Rats­vor­sitz de­mon­tiert.

Kleine Zeitung Kaernten - - Tribüne - Andre­as Lieb

In ei­nem Vi­deo vom Na­toGip­fel sieht man, wie Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Je­anClau­de Juncker Schwie­rig­kei­ten hat, ein paar Stu­fen zu be­wäl­ti­gen, und ge­stützt wer­den muss. Was man nicht sieht: wie er spä­ter im Roll­stuhl sitzt. Juncker hat vor Jah­ren ei­nen schwe­ren Au­to­un­fall über­lebt, als Spät­fol­ge hat er ein Is­chi­as­lei­den. Die Kom­mis­si­on spricht von ei­nem „aku­ten Krampf “.

Ha­rald Vilims­ky, FPÖGe­ne­ral­se­kre­tär und EUAb­ge­ord­ne­ter, re­agiert auf sei­ne Wei­se: Ein „tor­keln­der“Prä­si­dent mit ei­nem „Al­ko­hol­pro­blem“ma­che die „EU zur Lach­num­mer“und sei reif für den Rück­tritt.

Falls er sich nun wun­dert, war­um er da­mit hel­le Em­pö­rung – auch in ÖVP-Krei­sen – aus­ge­löst hat: Die­se Atta­cke ist jen­seits des Er­träg­li­chen. Ös­ter­reich hat so­eben mit Pomp und Tra­ra den Rats­vor­sitz über­nom­men. Ei­ne sol­che Wort­mel­dung durch ein Mit­glied der Re­gie­rungs­par­tei macht mit ei­nem Schlag mehr ka­putt, als mü­he­voll an Re­pu­ta­ti­on auf­ge­baut wur­de.

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